Rickenbach Nach drei Jahren Suche: Dr. Pascual-Garcia findet Nachfolger für Praxis in Rickenbach

Oliver Burgstett übernimmt die Hausarztpraxis von Miguel Pascual-Garcia in Rickenbach – allerdings erst 2022. Drei Jahre hat Pascual-Garcia gesucht. Aber mit dem Ergebnis ist er sehr zufrieden.

Rickenbach (msb) Weitere gute Nachrichten in Sachen Gesundheitsversorgung gibt es aus Rickenbach: Nach intensiver Suche ist des dem dortigen Allgemeinmediziner Miguel Pascual-Garcia gelungen, einen Nachfolger für seine Praxis zu finden. Oliver Burgstett (47) wird voraussichtlich 2022 die Nachfolge des 66-jährigen Pascual-Garcia übernehmen, wie beide Mediziner im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigten. Zuvor müsse der Mediziner mit reichlich Erfahrung in der Inneren Medizin und Kardiologie noch seinen Facharzt in Allgemeinmedizin machen – die Grundvoraussetzung für die Übernahme einer Praxis.

"Drei Jahre habe ich mich intensiv bemüht, denn mir war wichtig, die Praxis nicht einfach zu schließen sondern für Kontinuität zu sorgen", sagt Miguel Pascual-Garcia. Mit Oliver Burgstett habe er bereits seit längerem immer wieder über dieses Thema gesprochen. Während der Weihnachtszeit wurde es dann konkret, und Burgstett arbeitete einige Tage in der Praxis mit. "Die Patienten und Mitarbeiter sind von ihm begeistert. Er ist die richtige Wahl", schwärmt Pascual-Garcia über seinen angehenden Nachfolger.

Oliver Burgstett ist bislang so etwas wie ein Zugvogel in Sachen Medizin, wie er unumwunden zugibt. Die Liebe am Reisen und das Interesse, möglichst vielseitige Einblicke in alle Bereiche der medizinischen Versorgung zu erhalten, sei während seines Studiums entstanden, das er in München, Gießen und Greifswald mit einer einjährigen Hospitanz in Eupen-Malmedy (Belgien) und Luxemburg absolvierte. Seit seinem Abschluss im Jahr 2004 ist der Mediziner im ganzen deutschsprachigen Raum unterwegs und macht ärztliche Bereitschaftsdienste. Denn das Problem des Ärztemangels sei "von Borkum bis auf den Hotzenwald ein allgegenwärtiges", und hier wolle er Abhilfe schaffen. Auch in Belgien und der Schweiz habe er seine Sporen verdient."Dass ich gerne dort arbeite, wo andere Urlaub machen, erleichtert die Sache natürlich", sagt er.

In diesem Zuge sei er auch am Hochrhein gelandet, habe die Region kennen und schätzen gelernt. Auf dem Dachsberg hat er inzwischen ein Haus gekauft. Dass seine Frau Schweizerin ist, erleichtere ihm die Entscheidung, seinen Lebensmittelpunkt nach Süddeutschland zu verlegen, sagt der gebürtige Kölner. Jedoch wolle er nichts übers Knie brechen und dadurch möglicherweise das bisher erworbene Vertrauen in der Branche aufs Spiel setzen. Zudem müsse er eben noch die Allgemeinarztausbildung absolvieren, zu der auch Bereiche wie Praxisorganisation und Personalausbildung gehören. Geplant seien ab 2019 jeweils halbjährige Einsätze in der Praxis in Rickenbach, die andere Jahreshälfte verbringe er wieder als Bereitschaftsarzt. 2022 soll dann die endgültige Übergabe vollzogen werden.

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