Neben der Organisation der täglichen Einsatzbereitschaft von Personal und Material rückte bei der Freiwilligen Feuerwehr Hottingen in diesem Sommer die Vorbereitung eines Jubiläumsfestes in den Vordergrund der Aktivitäten. Wie bereits berichtet, wird diese Abteilung der Rickenbacher Gesamtwehr stolze 125 Jahre alt, was am Wochenende des 21. und 22. Septembers rund um die Vereinshalle des Murgtaldorfes gefeiert wird.

Kommandant Sascha Schneider und sein Vize Stephan Huber haben dafür einen Festausschuss einberufen, dem noch Andreas Bächle, Thomas Bär, Roberto Fischer, Tobias und Susan Grillitsch, Fabian Schupp, Daniel Siebold und Sandra Schneider angehören. Eingeladen zur gemeinsamen Feier sind die Feuerwehren der Region, die Bürger und politische Mandatsträger. Um Familien und dem potenziellen Feuerwehrnachwuchs zusätzlich etwas Attraktives zu bieten, wurde die Aufstellung der hohen Laufenburger Drehleiter sowie eine Hüpfburg und ein Kinderschminken für den Festsonntag organisiert.

Los geht es aber bereits am Samstagabend mit einer vor allem jüngere Generationen ansprechenden Jubiläumsparty in der Vereinshalle mit einem Premierenauftritt von DJ Tobs und seinem Taverne-Bar-Team. Angesagt haben sich auch die Oberwihler Hexen. Der Eintritt zum Festauftakt ist frei. Musikalische Stimmungsmacher am Sonntag sind die Formationen „Alpen Roxxx“ und „Gaudi Krainer“.

Feuerwehr wünscht stärkere Unterstützung

Was sich die Jubiläumswehr selbst zum runden Geburtstag wünscht, ist eine stärkere Unterstützung wie auch der langfristige Erhalt des Feuerwehrstandorts in Hottingen. Das Löschfahrzeug ist schon seit einem Vierteljahrhundert im Einsatz, und eine Erneuerung ist für den zuverlässigen und sicheren Einsatz von Bedeutung. Um eine schnelle Brandlöschung oder andere Hilfeleistungen im Dorf zu gewährleisten, leisten die derzeit 18 Aktiven auch gern ihren ehrenamtlichen Dienst mit regelmäßig 18 Proben im Jahr. An einen frühen Rückzug von diesen Gemeinschaftsaufgaben denkt außerdem niemand und dies nicht zuletzt wegen der als sehr gut bezeichneten Kameradschaft und dem harmonischen Verhältnis zu den älteren Feuerwehrmännern im Dorf. Mit ihrer Unterstützung kann im Ernstfall stets gerechnet werden.

„Wir schätzen die Älteren ja auch, weil wir von ihnen noch viel lernen können“, beschreibt die Feuerwehrfrau Susan Grillitsch das gute Miteinander der Generationen wie auch die Integration von neu hinzugezogenen Bürgern, die bei der Abteilung dabei sein wollen.

Die gute Vereinskameradschaft wirkt sich wiederum positiv auf die Bereitschaft zum gegenseitigen Helfen im Lebensalltag aus, wie alle Wehrmitglieder bestätigen. Für den Rettungsdienst sind diese guten Beziehungen besonders wichtig, weil sich bei den oft schwierigen Aufgaben jeder voll auf den anderen verlassen muss. „Das gilt selbst für eine Ölspurbeseitigung, bei der die sichere Verkehrslenkung für die Helfer unerlässlich ist“, ergänzt Sascha Schneider.

Ein weiteres Anliegen der Jubiläumswehr ist der Erhalt der Mannschaftsstärke und eine Integration jüngerer Dorfbewohner in den Feuerwehrdienst. Dass die Abteilung trotz des heute verbesserten Brandschutzes und des größeren Sicherheitsdenkens auch künftig gebraucht wird, steht für die Aktiven außer Frage. Brandeinsätze auch außerhalb des Ortsteils und die Zunahme technischer Hilfeleistungen, zu denen die Beseitigung von Sturmwurf auf Straßen gehören, bestätigen dies.