Rickenbach Internationaler Hotzenwaldwettbewerb der Segelflieger: Schnelle Wettkämpfe in der Luft

Beim 51. internationalen Hotzenwaldwettbewerb der Segelflieger profitieren die Teilnehmer von einer starken Thermik. Lokale Starter haben die Nase vorn.

Zufrieden sind die Veranstalter und Piloten mit dem Verlauf des 51. internationalen Hotzenwaldwettbewerbs der Segelflieger. Für den Samstag war zunächst Blauthermik vorausgesagt. Die Piloten wurden dann allerdings sowohl im Schwarzwald als auch auf der Schwäbischen Alb mit guter bis sehr guter Cumulusthermik belohnt. Im Verlauf des Fluges zog allerdings hohe Bewölkung über das Wettbewerbsgebiet und beeinträchtige die Sonneneinstrahlung. Dadurch wurde die Thermikentwicklung stark beeinträchtigt, einige Piloten konnten nur mit Motorhilfe heimkehren oder landeten auf benachbarten Flugplätzen.

Am Sonntag war das Wetter ähnlich wie am Samstag, die Thermik war sogar noch etwas stärker und die Sonneneinstrahlung wurde durch keine hohe abschirmende Bewölkung beeinträchtigt. Einige Piloten konnten an diesem Tag ihre bisher schnellsten Schnitte fliegen. Martin Sautter (SFC Ulm) war mit einer Durchschnittsgeschwindikeit über 123,3 Stundenkilometern unterwegs. Die Tagesaufgaben wurden perfekt auf das Wetter abgestimmt. Marcus Neubronner (Segelfluggruppe Wehr) gelang es an beiden Tagen das Wetter zuverlässlich vorauszusagen und gemeinsam mit Frieder Göltenbott (Segelfluggruppe Dreiländereck) und den Pilotensprechern passende Aufgaben zu entwickeln.

Die Stimmung unter den Piloten bezeichnet der Veranstalter als „überwältigend“. Viele würden aus dem Schwärmen nicht heraus kommen und berichten von ihren persönlichen Höhepunkten mit „richtig knackiger Thermik“.

Am Montag war die Prognose zunächst sehr ähnlich wie für den Sonntag. Allerdings stellte sich im Tagesverlauf aber heraus, dass sich die erste Thermik wohl erst weit hinter dem Hornbergbecken liegen würde. Nach Wetterflügen konnte die Doppelsitzerklasse kurz vor 13 Uhr starten. Für die 18-Meter und 15-Meter Klasse musste neutralisiert werden. Die Doppelsitzerklasse konnte bei Ibach bis auf knapp 3000 Meter steigen und dann rasend schnell die Aufgabe absolvieren.

Den Tagessieg holten sich Bernhard und Hubert Matt (Segelfluggruppe Wehr) mit einem Schnitt von 142,9 Stundenkilometern. Kein Flugzeug der Doppelsitzerklasse flog eine Durchschnittsgeschwindigkeit unter 110 Stundenkilometern. Diese Schnitte sind für den Segelflug sehr hoch, und waren gestern dank tragender Thermiklinien im Schwarzwald möglich. Piloten berichteten von Steigwerten über fünf Metern pro Sekunde in der sehr ausgeprägten Wolkenthermik. Zum Vergleich: ein normaler Personenaufzug befördert seine Insassen meist mit unter zwei Metern pro Sekunde von Stockwerk zu Stockwerk.

Am Dienstag starteten die Piloten in den vierten Wertungstag, an dem allerdings Gewitter drohten. Um das Wetterfenster optimal zu nutzen, wurde nicht wie in den letzten drei Wertungstagen eine Racing Task um festgelegte Wendepunkte sondern eine Assigned Area Task geflogen. Bei einer Assigned Area Task können die Piloten selbst entscheiden wie weit sie in die Wendezonen einfliegen und so das Wetterfenster optimal nutzen und auch schlechten Wetterregionen besser ausweichen.

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