Rickenbach-Willaringen Integration auf der Bühne: Freudekids zeigen das Stück "Fremde Begegnungen"

Die Jugend- und Kindertheatergruppe führt in Willaringen das Stück "Fremde Begegnung“ auf. Der Erlös kommt auch der Flüchtlingsarbeit zugute

Mit Themen wie Toleranz und Integration setzt sich die Jugend- und Kindertheatergruppe „Freudekids“ aus Ühlingen-Birkendorf auseinander und zeigen am kommenden Sonntag, 15. Oktober, in der Gemeindehalle in Willaringen, das Stück „Fremde Begegnung“. Das Stück für Jugendliche und Erwachsene beinhaltet die Flüchtlingspolitik und zeigt, dass Integration jeden etwas angeht. Beginn ist um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei, es wird aber um Spenden gebeten.

Dieser Erlös aus der Veranstaltung und einem Kuchenverkauf kommt der Theatergruppe und der Flüchtlingsarbeit zugute. Die Regisseurin des Stücks und Vorsitzende des Vereins Zeitschleuse, Corinna Vogt, wollte sich schon in der Flüchtlingsarbeit einbringen, hatte aber keine richtige Idee, wie. Mit einer Theatergruppe führte sie in Ühlingen erfolgreich das Stück „Im Wind der Zeit“ auf, als sie die Eingebung hatte, wie sie ihre Arbeit in dem Theaterverein mit der Flüchtlingsarbeit kombinieren könnte. Ihre Mutter, die Schriftstellerin Erika Buhr, hat sich deshalb hingesetzt und eine Geschichte geschrieben, die von Vorurteilen gegenüber Menschen anderer Kulturen und Hautfarbe erzählt: Als eines Tages Turnbeutel spurlos verschwinden, ist für die Kinder klar, dass dafür nur jemand aus der Flüchtlingsunterkunft infrage kommt.

Eine traurige Erinnerung an die Realität, in der Kinder solche und noch schlimmere Einstellungen bereits zu Hause erlernen. Es folgt eine Auseinandersetzung mit den Anschuldigungen und ein Kennenlernen zwischen den Kulturen. Auf der Bühne erzählt die 13-jährige Roxash Habash aus Syrien, die 2015 ohne ihre Eltern fliehen musste, zum Teil ihre eigenen Erlebnisse auf der dramatischen Reise und in Deutschland. Auch der achtjährige Yasar Abozer ist dabei. Er war mit seinen Eltern aus Syrien geflohen.

Seine Mutter Nashwa, die in ihrer früheren Heimat Musik studiert hatte, half während der Proben beim Einüben eines arabischen Liedes. Erst nachdem auch die Kinder in der fiktiven Schulklasse einander zuhören, kommt es trotz des „Andersseins“ zur Entdeckung von Gemeinsamkeiten und zu echten Freundschaften. Bereits zweimal hat die Gruppe mit dem Stück auf der Theaterbühne gestanden.

Und das hat auch Anneli Ahnert, vom Referat Stabstelle Freiwilligen Engagement vom Caritasverband Hochrhein, erfahren. „Ich habe gleich gewusst, dass dies ein Stück ist, das auch hier bei uns gezeigt werden sollte“. Und weil sie auch für den Helferkreis für Flüchtlinge in Rickenbach tätig ist, stand auch der Aufführungsort schnell fest. Ihr zur Seite stand während der Organisation auch Julia Lauber. Sie gibt Sprachunterricht im Helferkreis und war begeistert vom Stück.

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