Die interessierte Schülerin Daria Mickel hat bereits den entsprechenden Jungimkerkurs absolviert und kann im kommenden Frühjahr gezielt mit der Imkerei beginnen. Themen des Abends waren neben der Feier des 100-Jährigen im kommenden Jahr mit gleichzeitiger Kreisimkerversammlung, die Vereinsaktivitäten allgemein, der Wunsch nach einem eigenen Raum in der Willaringer Schule sowie die Stellung des Vereins zur Aktion „Rettet die Bienen“.

Jungimkerkurs im kommenden Jahr

Ausgehend vom Vereinsbegriff als einem Zusammenschluss von Menschen mit gleichen Zielen erklärte Montsko, um als Verein weiter bestehen zu können, bestehe Handlungsbedarf. Der Verein solle sich zukünftig zum Einen inhaltlich, zum Anderen als gesellige Institution präsentieren. Zu Ersterem gehört das Angebot eines Jungimkerkurses, das zuletzt vor fünf Jahren gemacht worden war und im kommenden Jahr erneuert werden soll. Zur Förderung der Geselligkeit sollen neben der Ausrichtung der 100-Jahrfeier eventuell ein Sommerfest, ein Ausflug sowie der Besuch bei der 100-Jahrfeier des Nachbarvereins in Hauenstein beitragen.

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Fridolin Völkle, stellvertretender Vorsitzender, hatte eine eingehende Stellungnahme zur Aktion „Rettet die Bienen“ vorbereitet. Dass dringend etwas gegen das allgemeine Insektensterben getan werden müsse, sei ganz klar, die Bienen nur sozusagen das Aushängeschild dafür. Er finde aber auch die aktuellen Demonstrationen der Bauern ganz richtig und wichtig, nur kämen sie viel zu spät. Das inzwischen schon Jahrzehnte andauernde Höfesterben habe alles verändert und auch die bäuerliche Tradition zum Erliegen gebracht, die sich noch an den Kreisläufen in der Natur orientiert und sie damit im Gleichgewicht gehalten habe.

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Er appellierte an ein neues Bewusstsein, nicht nur von Bauern und Imkern, sondern vor allem auch seitens der Regierung, die beispielsweise eine gerechte Preisbindung schaffen müsse. Chemie könne keine Lösung sein, meinte Völkle und plädierte für artgerechte Tierhaltung und die Wiedereinführung einer geregelten Fruchtfolge. Ein Ausbau der Bildung müsse auf das Wissen von Zusammenhängen gerichtet sein und die Bevölkerung dazu bewegen, sich von der Schnäppchenjagd in Bezug auf die landwirtschaftlichen Produkte zu verabschieden.

Schriftführer Werner Gebhardt berichtete von einem vielversprechenden Anfang des abgelaufenen Bienenjahres ohne Spätfröste, das sich dann aber mit der Schlechtwetterperiode im Mai in ihr Gegenteil verwandelte. Im Sommer seien die Bienen gar beinahe verhungert, das ganze Jahr war erheblich zu trocken, so dass die Sommertracht in Baden-Württemberg allgemein auf ein Drittel des Normalertrags abgesunken sei.

Michael Thoma berichtete kurz über die geplante Kooperation mit der Naturparkschule, und die Versammlung sagte die Teilnahme am Weihnachtsmarkt sowie am Naturparkmarkt in Willaringen am 1. Juni zu. Zum Abschluss zeigte Wilhelm Montsko noch eine interessante Dokumentation über die Riesenhonigbienen in Assam.