Rickenbach Haushaltsplanung: Schule Rickenbach hat Vorrang, andere Bauprojekte müssen warten

In der Haushaltsplanung für das Jahr 2018 hat die Erweiterung der Rickenbacher Schule hat klaren Vorrang. Andere Bauprojekte werden zurückgestellt, so wie das Altenschwander Schulhaus. Unklar ist auch, ob das Rickenbacher Feuerwehrhaus in Angriff genommen werden kann.

Rickenbach – Der Rickenbacher Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Dienstag den zeitlichen Rahmen für künftige Bauprojekte abgesteckt. Nach langer Beratung stimmte er dem Vorschlag von Bürgermeister Dietmar Zäpernick, in den nächsten zwei Jahren der Rickenbacher Schule Vorrang vor allen anderen geplanten Maßnahmen einzuräumen, mehrheitlich zu. Das heißt: Die Sanierung oder der Neubau des Altenschwander Schulhauses muss warten. Allenfalls könnte die Erweiterung des Rickenbacher Feuerwehrhauses nächstes Jahr ins Auge gefasst werden, ebenso die notdürftige Sanierung der Vereinshalle in Hottingen. Diese beiden Vorhaben wurden vom Gemeinderat am Dienstag als vordringlich eingestuft. Die Entscheidung darüber will das Gremium aber erst in der nächsten Sitzung im Zuge der Haushaltsberatung fällen.

Dass Altenschwand zurückgestellt wird, hat mit dem Besuch von Bürgermeister Zäpernick, Rechnungsamtsleiterin Hildegard Bayer und den Architekten des Schulbauprojektes beim Regierungspräsidium am Montag zu tun. Die Freiburger Behörden hätten die Förderung der Schulhauserweiterung kritisch gesehen, erklärte Zäpernick. Deshalb durfte Rickenbach für 2018 nicht mit Fördergeldern aus dem Ausgleichsstock rechnen. Das Gespräch anfangs der Woche habe jedoch ergeben, "dass wir Förderanträge aus dem Ausgleichsstock stellen können", so Zäpernick. Mehr noch: "Uns ist in Aussicht gestellt worden, dass wir mit einer Förderung rechnen können." Voraussetzung ist, dass die Gemeinde den entsprechenden Antrag noch im Januar 2018 stellt. Der Haken ist: Pro Gemeinde kann nur einmal im Jahr ein Antrag auf Ausgleichsstockförderung gestellt werden.

Da nun 2018 und 2019 quasi für die Schule reserviert sind, ist diese Fördermöglichkeit für andere Vorhaben erst wieder ab 2020 möglich. Immerhin kann für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Rickenbach Gelder aus der Fachförderung des Feuerwehrwesens beantragt werden. Weshalb das Projekt schon im kommenden Jahr angepackt werden könnte. Aber eben: Der Gemeinderat entscheidet erst am 19.  Dezember darüber.

Klar ist hingegen: Die Vereinshalle in Hottingen hat Vorrang. Laut Architekt Martin Lauber hat das Dach "23 Stellen, die durchlässig sind". Gemeinderat Hubertus Matt empfahl daher, an den Schadstellen Bitumenschindeln anzubringen. "Das Dach wäre mit 60 000 Euro saniert und würde wieder 15 bis 20 Jahre halten", sagte er. Allerdings lasse die Statik des Daches keine größeren Belastungen mehr zu, gab Lauber zu bedenken. Lorenz Maurer fand: "Mit der Halle in Hottingen müssen wir etwas tun. Sie ist der einzige Ort, in dem sich die Vereine treffen." Es gehe nicht um Komfort, sondern um Nutzung. "Wenn wir noch lange warten, ist es zu spät", warnte Maurer. Stefanie Schneider sah den Gemeinderat in der Pflicht, die Erweiterung des Feuerwehrhauses in Rickenbach anzugehen. "Wir versprechen schon lange den Jugendraum", erinnerte sie.

Offen blieb am Dienstag, was mit dem Schulhaus in Willaringen geschieht. Für die Arztpraxis in der Willaringer Gemeindehalle – sie wird nach der Fertigstellung der Praxis im Rathaus leer – gibt es hingegen einen Plan: "Wir nehmen einen Eimer Farbe und vermieten sie weiter", so Bürgermeister Zäpernick.

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