Am Montag Mittag erfolgte der Spatenstich für den Anbau der Rickenbacher Grundschule. Mit dem Aushub der Baustelle durch die Firma Gugelberger ist zwar schon begonnen worden, aber offiziell wurde das Großprojekt erst jetzt auf den Weg geschickt. Im Beisein von Herrischrieds Bürgermeister Christof Berger, der Landtagsabgeordneten Sabine Hartmann-Müller (CDU), von Gemeinderäten, Architekten, Behördenvertretern, Lehrerschaft und Schulkindern sagte Rickenbachs Bürgermeister Dietmar Zäpernick: „Wir investieren hier für unsere Schulkinder und in unsere Zukunft.“

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8,3 Millionen Euro sind für den Neu- und Umbau der Rickenbacher Schule berechnet, hinzu kommt eine halbe Million Euro für die Errichtung einer Nahwärmeversorgung von Schule, Kindergarten und Sporthalle. „Wir haben einige Jahre diskutiert, wie wir auf die Schwächung von Haupt- und Werkrealschule reagieren sollen“, blickte Zäpernick zurück.

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Die Lösung war die Bildung einer Kooperation mit der Nachbargemeinde Herrischried: dort die Sekundarstufe mit den Klassen 5 bis 10 bis zur Mittleren Reife (Gemeinschaftsschule), in Rickenbach die Ganztagesgrundschule. Aber: „Es bedurfte mit vielen Behörden und Entscheidungsträgern viele Gespräche, zähe Verhandlungen und Überzeugungsarbeit“, so Zäpernick. Und: „Mit unserem Zwei-Gemeindenmodell zeigen wir, dass es möglich ist, auch hier im ländlichen Raum weiterführende Schulen zu haben und zu halten. Das hat Modellcharakter über die Kreisgrenze hinaus.“

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Was auch Sabine Hartmann-Müller so sah: Herrischried und Rickenbach würden durch ihre Kooperation „ein Vorzeigeprojekt“ bilden und „ein neues Kapitel aufschlagen“. Es sei „viel politischer Einsatz notwendig gewesen“, sagte sie. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich laut Hartmann-Müller „mit einem großen Betrag“ an der Maßnahme. Der Förderbescheid steht zwar noch aus, „aber man kann zu 99 Prozent sicher sein, dass er kommt“, erklärte sie. Architekt Max Lauer hoffte, dass der Großteil der Rohbauarbeiten in diesem Jahr abgeschlossen wird.

Schließlich Bernd Mugrauer, Rektor der Rickenbacher Grundschule: „Wir freuen uns, dass wir bald noch bessere Lernbedingungen haben.“ Er bedankte sich bei allen am Projekt Beteiligten für deren „gute, konstruktive Zusammenarbeit“. Sobald der Anbau fertig und beziehbar ist, soll mit dem Umbau des bestehenden Schulgebäudes begonnen werden. Geht alles glatt, könnte die gesamte Maßnahme bis 2021 fertig sein.