Rickenbach Gemeinnützige Stiftung für Unterstützung in Hale geplant

Josef Vogt möchte die Hilfe zur Selbsthilfe in Tansania weiter ausbauen und eine gemeinnützige Stiftung gründen. Damit möchte er den Bewohnern verstärkt auch Wissen vermitteln, um Vorhandenes nutzbar zu machen.

Rickenbach (sha) Das Hilfsprojekt Hale schreitet voran: In Absprache mit dem Stiftungsrat und der Pfarrgemeinde plant Josef Vogt ab September eine gemeinnützige Stiftung zu gründen mit dem Zweck, in Hale weitere Strukturen zur Selbsthilfe auszubauen. Die Stiftung soll eigenständig neben dem Projekt-bezogenen Spendenaufkommen der Pfarrgemeinde funktionieren. So wird es ab September zwei Konten für Hale geben. Einen Einblick auf bisher Erreichtes und darauf, wie es weiter geht, gewährten am Samstagabend Bettina Armbruster und Josef Vogt bei der Info-Veranstaltung mit Pfarrer Thomas Msagati aus der tansanischen Partnerpfarrei Hale.

Zunächst vorweg: Alles was in den vergangenen sechs Jahren an Projektarbeit in Hale erreicht wurde, soll bewahrt werden und verstärkt unter dem Dach der Partnerschaft beider Pfarreien weiterlaufen, informierte Josef Vogt. So habe der Pfarrstiftungsrat erst kürzlich 22 000 Euro für die Beschaffung des neuen Kindergartenbusses in Hale zugesagt; zudem die monatliche Unterstützung zur Erhaltung der Pfarrei Hale auf 1000 Euro aufgestockt. Auch das Geld der drei Sternsinger-Aktionen bis einschließlich 2019 werde dem Mutter-Kind-Camp für Menschen mit Behinderungen in Hale zufließen.

"Das alles läuft weiter, doch zusätzlich möchte ich die Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort weiter ausbauen", erklärte Josef Vogt. Seine Idee einer Stiftung ziele darauf ab, den Menschen nicht nur Zuschüsse, sondern Wissen an die Hand zu geben, um Vorhandenes nutzbar zu machen und landwirtschaftliche, wie auch marktwirtschaftliche Erzeuger- und Wertschöpfungskreise regional in Gang zu setzen. Als Beispiel führt er an, dass durch das Kochen mit Feuerholz aus dem Wald die Erosion voranschreite, dies jedoch durch einfache Solarkocher verhindert werden könne. "Diese Solarkocher vor Ort bauen zu lassen und den Menschen kaufmännisches Wissen und Hilfe zur Unternehmensgründung an die Hand zu geben, setzt den Hebel gleich an mehreren Problemen an", beschreibt Vogt. Auch Unternehmen auf Kleinstkredit-Basis im Bereich der Lebensmittelkonservierung oder beim Recycling kann sich Vogt vorstellen.

Die Stiftung zu gründen dauere "seine Zeit", sagte Josef Vogt. Er hoffe aber, "dass die Spenden nachher genauso fließen". Sinn der Stiftung sei es langfristig auch Firmen hinzuzugewinnen, die nicht für kirchliche Zwecke spenden wollen, sondern zu einem gemeinnützigen Zweck. Über den Hergang der Stiftungsgründung könne er im September mehr sagen. Dann steht für Vogt bereits der nächste Besuch in Tansania ins Haus, den er sicher nutzen wird, um die Arbeit der neuen Stiftung voranzutreiben.

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