Die Gaudi-Krainer feierten am Samstag ihr 15-jähriges Bühnenjubiläum. Mit von der Partie waren die Polka Rebellen aus Hüfingen. In dem bis um Mitternacht dauernden Konzertreigen kamen die Zuhörer nicht nur auf ihre Kosten, sondern spornten mit stehenden Beifallsstürmen die Vollblutmusiker zu noch größeren Leistungen an.

Die Polka Rebellen begeisterten mit ihrem musikalischen Können in Rickenbach
Die Polka Rebellen begeisterten mit ihrem musikalischen Können in Rickenbach

In der vollbesetzten Willaringer Gemeindehalle eröffneten die Polka-Rebellen das Konzert. Schon im ersten Musikstück zeigten die Musiker ihr Können im böhmisch, mährischen Blasmusikspiel. Dirigent Konrad Binder animierte sein 16-köpfiges Orchester zur Höchstform und schon war das Publikum mit rhythmischem Klatschen voll mit von der Partie. Während die Polka Rebellen auf der großen Bühne Platz genommen hatten, zeigten dann die Gaudi-Krainer auf einer zusätzlich aufgebauten Bühne am anderen Ende des Saales ihr Können. Mit dem bekannten Trompetenecho mit Martin Reinhard als Solist setzten sie das Konzert fort, ehe mit dem vom Rickenbacher Akkordeonisten Bernhard Lauber geschriebenen „Blick vom Gugelturm“ Heimatgeschichte musikalisch beschrieben wurde.

Auch auf einem Tisch zeigte ein Polka Rebell sein Können auf
Auch auf einem Tisch zeigte ein Polka Rebell sein Können auf

Der Graulationsreigen zum 15-jährigen Bestehen begann mit der Grazer Jubiläumspolka durch die Polka Rebellen, ehe Ansager Herbert „Judy“ Ebner humorvoll die Geschichte der Gaudi-Krainer beleuchtete. Mit auf die Bühne kam dann auch Hannelore Kowalenko, die Vorsitzende des Fanclubs der Gaudi-Krainer, um zum Jubiläum zu gratulieren. Eine Festtagstorte überreichte sie, dazu aber auch Hochprozentiges, was nachhaltig für schöne Stunden sorgen soll. Zu den Gratulanten gehörten auch die Polka-Rebellen, die ein spezielles Hopfenprodukt schenkten.

In der weiteren Folge wechselten sich mit den Vorträgen die beiden Kapellen ab. Die Stimmung war toll und fand dann ihren Höhepunkt, als sich Polka Rebellen auch im Saal breitmachten um dann im großen Rund zu spielen. Selbst auf einem Tisch, besetzt von Musikfreunden, erschallte ein Instrument. Einfallsreichtum und handwerkliches Können bewies der Dirigent Konrad Binder als er als Schreiner vor der Kapelle stehend im Takt sägte und schlussendlich mit dem Hammer im Takt Stuhlbeine festklopfte, so dass am Ende des Stückes ein fertiger Holzstuhl die Bühne verlies.

Dass der Abend einen so schönen nachhaltigen Verlauf hatte, dafür sorgte aber auch der Musikverein Willaringen. An den festlich geschmückten Tischen bedienten Vreinsmitglieder die Gäste, ehe zum Abschluss des offiziellen Programmteils die Polka Rebellen „Böhmische Liebe“ spielten und dabei die beiden GaudiKrainer Bernhard Lauber und Rainer Stoll den Gesangspart übernahmen.