Die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Rickenbach kommt voran. Nach Beginn der Rohbau- und Elektroarbeiten im Frühjahr 2019 durch örtliche Firmen nahmen die Mitglieder der Feuerwehrabteilung Rickenbach-Altenschwand ein halbes Jahr später im Oktober die Sache selbst in die Hand. „Bis jetzt haben wir 400 Stunden in Eigenleistung erbracht“, berichtet Abteilungskommandant Karl Kaiser, „wir sind im Endspurt“. Die Einweihung des Anbaus soll am 23. und 24. Mai 2020 stattfinden.

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Was die Besucher dann zu sehen bekommen, hat Hand und Fuß und entspricht den Bedürfnissen einer modernen Feuerwehr, die auch den Nachwuchs berücksichtigt. Denn die Jugendfeuerwehr Rickenbach, zurzeit in einem Provisorium im Floriansstüble untergebracht, wird einen eigenen Raum bekommen, ebenso die Altersabteilung sowie die Kameraden aus Altenschwand.

Packten bei einem von vielen Arbeitseinsätzen an, von links: Markus Kohlbrenner, Patrick Allgaier, Benjamin Vogt, Daniel Schmidt, Thomas Schneider, Karl Kaiser, Konstantin Jordan, Steffen Masur. Oben: Christian Kammerer und Marc Wagner.
Packten bei einem von vielen Arbeitseinsätzen an, von links: Markus Kohlbrenner, Patrick Allgaier, Benjamin Vogt, Daniel Schmidt, Thomas Schneider, Karl Kaiser, Konstantin Jordan, Steffen Masur. Oben: Christian Kammerer und Marc Wagner. | Bild: Peter Schütz

„Jetzt haben wir drei Stellplätze für unsere Fahrzeuge zur Verfügung, nachher vier“, erklärt Karl Kaiser. Durch den Anbau gewinnt das Feuerwehrhaus rund 200 Quadratmeter Fläche. Die braucht es, ist Kaiser überzeugt, damit ein effizienter Ablauf im Ernstfall gewährleistet ist.

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Etwas Geduld mussten die Angehörigen der 2012 fusionierten Freiwilligen Feuerwehr Rickenbach-Altenschwand allerdings aufbringen. Im November 2016 bekam der Rickenbacher Gemeinderat die Pläne für die Erweiterung des im Jahr 2001 bezogenen Gebäudes im Gewerbegebiet Schaffeld vorgesetzt. Architekt Martin Lauber bezifferte die Kosten auf rund 340.000 Euro, nach Abzug von Eigenleistungen und Zuschüssen auf rund 250.000 Euro.

Im Dezember 2017 gab der Gemeinderat dem Projekt grünes Licht, 2018 erfolgten die Ausschreibungen. Im April 2019 gab es Ärger, weil nach Ansicht einiger Gemeinderäte bei den Arbeitsvergaben Änderungen in der Ausschreibung vorgenommen worden waren. An der Sinnhaftigkeit des Bauvorhabens herrschte jedoch nie Zweifel. „Die Erweiterung stand schon lange im Raum“, blickt Karl Kaiser zurück, „sie ist nötig“.

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Im Schnitt packen, je nach Arbeit, pro Einsatz rund zehn Mann der Feuerwehrabteilung an. Eine Auswahl der Gewerke, die sie selber ausführen: Innenausbau mit Verschalung und Isolation der Zwischenwände, neue Einfahrt, Außenbereich mit Weg und Humusarbeiten, ein Teil der Elektroarbeiten, Verlegung des Estrichs, Anbringen der Holzdecken und so fort. Unterstützung haben sie von drei „Senioren“ bekommen: Gerhard Neugebauer, Rainer Albiez und Wilhelm Siebold haben sich viel Zeit für den Fassadenbau genommen. „Das haben sie super gemacht, sie haben hervorragende Arbeit geleistet“, freut sich Abteilungskommandant Kaiser. Die Bauleitung hat Architekt Lauber, aber: „Unsere Arbeiten koordinieren wir selber“, so Karl Kaiser.

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