Der Gemeinderat gab in seiner Sitzung am Dienstag bei einer Gegenstimme von Manfred Eckert der Verwaltung den Auftrag, mit der Straßenverkehrsbehörde über eine mögliche Einbahnregelung in der oberen Kirchstraße ins Gespräch zu kommen. Dies, obwohl das Straßenverkehrsamt bei einem früheren Vororttermin einer solchen Regelung kritisch gegenüberstand.

Weil aber Gemeinderat Walter Waßmer in der Septembersitzung den Antrag stellte, über die Verordnung einer Einbahn in der Kirchstraße zwischen Rathaus und Sparkasse/Schuhaus Matt abzustimmen, wurde die Situation am Dienstag noch einmal ausführlich diskutiert.

Der Haken ist die Einmündung auf Höhe des Rathauses in die Hauptstraße, die „unbestritten gefährlich ist, auch wenn die Unfallstatistik etwas anderes sagt“, so Hauptamtsleiter Markus Wagner. Bürgermeister Dietmar Zäpernick fügte hinzu: „Wir beobachten so viele Fast-Unfälle dort, es ist unglaublich, dass noch nichts passiert ist.“

Laut Wagner wäre eine Einbahn bis zur Einfahrt zum oberen oder unteren Parkdeck denkbar. Dies hätte zur Folge, dass die Kreuzungssituation auf Höhe Rathaus entschärft wäre. Eine Verkehrszählung während zwei Wochen ergab, dass an Werktagen zwischen 250 und 300 Fahrzeuge von der unteren via obere Kirchstraße fahren und in die Hauptstraße einbiegen. An einem Sonntag wurden 45 Fahrzeuge gezählt.

In der Diskussion am Dienstag gab es kontroverse Meinungen. Werner Schlachter sagte: „Ich sehe da nur eine Einbahnstraße.“ Matthias Vogt: „Ich würde in eine Richtung bis zum Parkdeck zumachen.“ Auch Rainer Wehrle plädierte für eine Einbahnstraße, im Gegensatz zu Volker Matt, der einer solchen kritisch gegenüberstand.

„Wir hinterfragen damit, dass wir vor zwei Jahren ein Tiefgarage gebaut haben“, sagte er. Martina Lütte erklärte: „Ich bin für alles, was den hässlichen Blumenkübel vermeidet.“ Dazu Bürgermeister Zäpernick: Die Straßenverkehrsbehörde habe die Auflage gemacht, die Situation zu entschärfen, „deshalb befindet sich jetzt der Blumenkübel dort“. Der Kübel komme „im Winter weg und im Frühling wieder hin, wenn uns nichts Besseres einfällt“, sagte er.

Lütte wollte überdies ein absolutes Parkverbot in der Kirchstraße. Dazu sagte Bürgermeister Zäpernick: „Das macht nur Sinn, wenn es kontrolliert wird.“ Man sei aber daran, eine Lösung zu erarbeiten. Wie bereits vor drei Jahren, war sich der Rat in punkto Einbahnregelung erneut uneins. Peter Kermisch wollte es „so lassen, wie es ist“. Liselotte Schleicher regte eine Fußgängerzone an, während Andreas Baumgartner fand, man sollte den Blumentrog anders platzieren und auch unten an der Auffahrt Richtung Rathaus einen solchen errichten.