Der rund 200 Meter lange Straßenabschnitt „Im Bergfeld“ im Neubaugebiet in Altenschwand wird nun doch saniert – und zwar für die letzten Dezember dem Gemeinderat vom Ingenieurbüro Tillig vorgerechneten 340.000 Euro. Dem Gemeinderat waren diese Kosten damals zu hoch, weshalb er das Büro Tillig aufforderte, noch einmal über die Bücher zu gehen, um eine günstigere Lösung zu finden. Konkret ging es dem Gemeinderat um die Reduzierung der Fahrbahnbreite von den vorgesehenen 4,75 auf 4,5 Meter. In der Sitzung am Dienstag wurde der Rat jedoch informiert, dass damit wenig gewonnen wäre.

Kostenreduzierung um 50 Prozent nicht realisierbar

„Die möglichen Einsparungen im Oberbau wurden auf netto 4000 Euro berechnet“, hieß es in einem Schreiben von Ralf Mülhaupt von Tillig Ingenieure. Mülhaupt wies auch darauf hin, dass der bisherige Fahrbahnaufbau lediglich dem Regelausbau einer Erschließungsstraße entspricht, aber aufgrund der Höhenlage nicht frostsicher sei. Weshalb er einen Vollausbau empfahl – dies mit dem Hinweis, dass bei einer reduzierten Ausführung eine spätere Gewährleistung abgelehnt werden könnte. Grundsätzlich sei die vom Gemeinderat gewünschte Kostenreduktion um 50 Prozent bei einer 95-prozentigen Lösung „leider nicht realisierbar“, schrieb Mülhaupt, der persönlich nicht anwesend war. 

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„Machen oder nicht machen?“, fragte Bürgermeister Dietmar Zäpernick – und löste damit eine längere Kontroverse aus. „Nicht machen“, forderte Peter Kermisch, „das ist zu viel Geld für das kurze Stück Straße“. Der derzeitige Straßenzustand sei „Durchschnitt wie alle unsere Straßen“. Ehrfried Mutter sagte: „Wir binden zu viel Geld für wenig Straße, ich find’s total übertrieben.“ Mit einem guten Straßenbauer „könnten wir das günstiger machen“, fand er. Walter Waßmer hingegen war dafür, „die Straße in vollem Umfang zu reparieren“.

"Flickwerk vom Feinsten"

Ebenso Lorenz Maurer („Richtig und sofort bauen“) sowie Hubertus Matt („Wir müssen das machen, das holt uns ein“). Manfred Eckert bezeichnete den jetzigen Zustand der Straße als „desolat“ und „Flickwerk vom Feinsten“. Und: „Die Kosten werden nicht geringer“, so Eckert. Schließlich Stefanie Schneider: „Wenn wir das machen, dann richtig mit Unterbau.“ Zumal, so Schneider, „wir das Geld im Haushalt drin haben“.

Der Gemeinderat stimmte mit acht Ja mehrheitlich für den Vollausbau mit 340.000 Euro zu. Nächster Schritt: Die Gemeinde beauftragt das Ingenieurbüro mit der Ausschreibung der Arbeiten, so dass diese noch in diesem Jahr aufgenommen werden können. Vor der Sitzung schlug Carmen Selz, Anwohnerin „Im Bergfeld“ vor, die Straße als Spielstraße auszuweisen und nur für Anwohner zugänglich zu machen. „Wir haben etliche Kinder in der Straße“, berichtete sie. Und: „Bei uns fahren nicht nur Anwohner“, so Selz.