Die Schluchseewerk AG wird in diesem Jahr das Eggbergbecken sanieren. Darüber informierten in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstag Vertreter des Unternehmens. „Das ist ein internes Projekt ohne große Außenwirkung“, erklärte Schluchseewerk-Pressesprecher Peter Steinbeck. Rund neun Millionen Euro will das Unternehmen für das Vorhaben in die Hand nehmen.

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Bereits am 6. Mai soll mit der Entleerung des Beckens am Eggberg begonnen werden. Das Projekt umfasst die Teilsanierung der Asphaltabdichtung im Becken, die Sanierung des Korrosionsschutzes von Druckschacht, Oberwasser-Verteilleitung und Zylinderschütz, Elektro- und leittechnische Maßnahmen, Kontrolle von Unterwasser-Stollen und Wasserschloss, Verlegung von 20-Kilovolt-Kabel und Lichtwellenleiterkabel von der Bergstation zum Kühmoos sowie die Hauptrevision eines Maschinensatzes.

Keine Produktion für sieben Monate

Die Dauer der Kraftwerksblockierung, in der kein Strom erzeugt wird: rund sieben Monate. Die Versorgung sei dennoch durch einen Partner von Schluchseewerk AG gesichert, sagte Peter Steinbeck. Weitere Informationen lieferten Matthias Schmidt, Projektleiter „Säckingen2019“, und Rolf Maier, Teilbereichsleiter Service im Fachbereich Asset Management. „Wir haben uns in sieben Monaten volles Programm gesteckt“, sagte Matthias Schmidt. Die Großbaustelle am Eggberg wird aus Sicherheitsgründen – und damit kein Baustellentourismus entsteht – abgeriegelt, ein Sicherheitsdienst wird vor Ort sein.

Bürger sollen nicht von den Arbeiten beeinträchtigt werden

„Die Sanierung wird zu den üblichen Arbeitszeiten stattfinden, an den Wochenenden und nachts wird nicht gearbeitet“, berichtete Steinbeck dem Gemeinderat. „Sie werden nichts mitkriegen“, versprach er. Die Projektplanung läuft seit November 2017. Die Trassenführung für das 20-Kilovolt-Kabel ist vom Landratsamt Waldshut genehmigt, wird jedoch in Egg zu kleineren Behinderungen auf Gehwegen führen.

Becken wird leer gefischt

Vergangene Woche hat eine Netzbefischung durch Berufsfischer stattgefunden, vor der Beckenentleerung wird es die restliche Abfischung geben. Zu den vorbereitenden Maßnahmen für die Beckenentleerung gehört die Einrichtung einer Plattform mit Pumpen zur Aufnahme von Sedimenten (Schlamm aus dem Rhein) um den Einlaufturm.

Das passiert mit den Sedimenten

Die dort befindlichen Sedimente werden teils im Becken Richtung Nordturm umgelagert, teils gelangen sie durch den Druckschacht und über die Maschinen zurück in den Rhein, von wo sie ursprünglich stammen. Der Großteil verbleibt dauerhaft im Eggbergbecken (keine Entnahme, keine Deponierung). Die Wasserwege bei der Entleerung würden keine Schutzgebiete betreffen, es bestehe eine „ökologische Baubegleitung“, erklärte Schmidt. Die Abgabe des Beckenwassers erfolgt über den Pfannenstielgraben, Schöpfebach und Gewerbebach in den Rhein. Ein Schieber an der Restentleerung ermöglicht eine genau dosierbare Wasserabgabe.