Rickenbach Burnout-Party: Weltrekord scheitert, aber die Stimmung ist prächtig

Die Motorradfreunde Hotzenwald haben ihre 20. Burnout-Party mit viel Qualm und Musik gefeiert. Obwohl der Burnout-Weltrekordversuch an den Teilnehmern scheiterte, war die Stimmung prächtig und der Vorsitzende Christian Bartholome hoch zufrieden.

Rickenbach – Um es gleich vorwegzunehmen: Es hat nicht sein sollen. Aus dem Weltrekord im simultanen Massen-Burnout bei der 20. Burnout-Party der Motorradfreunde Hotzenwald wurde auch im zweiten Anlauf nach 2013 nichts. Rund 150 Biker kam am Samstagnachmittag auf ihren heißen Maschinen angebraust und boten ein imposantes Bild. Zu wenige jedoch für einen neuen Rekord, mindestens 301 hätten es sein müssen.

„Es wäre schon schön gewesen, zumindest in die Nähe der 300er Marke zu kommen“, sagte Motorradfreunde-Chef Christian Bartholome am Sonntag. Aber total egal, es sei trotzdem eine Riesengaudi gewesen, fügte er hinzu. Und das war es in der Tat: Dabeisein war alles, der Spaß zählte, der Ehrgeiz jedes Einzelnen.

Wer sich inmitten des Szenarios von 150 durchgedrehten Bikern befand, wurde ganz automatisch mit hineingezogen in den Sog von ohrenbetäubendem Motorengedröhn und dem zum Himmel stinkendem Reifenqualm. Da galt es einfach nur noch die Luft anhalten und abwarten, bis hinter den abziehenden Rauchschwaden die Gesichter der Biker wieder zum Vorschein kamen. Gerade mal zehn Sekunden dauerte das Schauspiel, das in begeisterten Jubelrufen mündete. Da interessierte es keinen mehr, dass der Rekord gescheitert war. Mitten drin in der großen Biker-Familie waren die beiden Bürgermeister Christof Berger (Herrischried) und Dietmar Zäpernick (Rickenbach). Sie waren die prominenten Zeugen des spektakulären Weltrekordversuchs.

Jenes Gefühl von Freiheit, Rockmusik und Lagerfeuer, das der Burnout-Party der Motorradfreunde Hotzenwald nun schon seit 20 Jahren zu eigen ist, war schon am Freitagabend zu spüren. Noch bevor die Burnout-Party-Kult-Band „The Rangers“ aus Wehr im Festzelt ihre Rockmusik auftischte, feierten sie auf der großen Zeltwiese ihr eigenes Fest. Da wurde gefachsimpelt, gestaunt und geschaut, schließlich gab es dort die unglaublichsten Maschinen zu sehen. Wieder andere montierten neue Hinterreifen, um für den nächsten Burnout in der legendären Donnerkuppel gerüstet zu sein. In Scharen versammelte sich der Fan-Pulk vor dem Gitterkäfig, wenn wieder einer sein Bike aufheulen ließ, bis im beißenden Qualm der erlösende Knall des geplatzten Reifens zu hören war. Egal wie unsinnig so ein Burnout sein mag, für die Fans gehört er einfach dazu.

So wie die Rockmusik zur Burnout-Party gehört. Am Samstag war als Top-Act die Liveband F.U.C.K angesagt und lockte die Fans wie in den Vorjahren in Massen an. Jetzt war das Festzelt richtig voll, draußen auf der Festwiese war es regnerisch und kühl. Umso mehr stieg die Stimmung im Zelt, wo sich die Fans dicht aneinanderdrängten.

Dass es bei der Burnout-Party angesichts von geschätzten 3000 Besuchern an beiden Tagen dennoch zu keinen Zwischenfällen kam, freute Christian Bartholome. „Es hat allen einen riesen Spaß gemacht“, resümierte er. Ganz besonders freute sich Bartholome über den Besuch der Street West Fighter aus der Bretagne. Mit 21 Mann war der Club aus Frankreich angereist und sicherte sich die Pokale für die weiteste Anfahrt (1084 Kilometer) und die größte Formation. Den Pokal für den besten Burnout durfte mit Daniel Arzner aus Niedergebisbach ein echter Hotzenwälder in Empfang nehmen.

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