Hohe Ehre für Hubertus Matt und Hubert Strittmatter: Für ihr langjähriges Engagement im Rickenbacher Gemeinderat wurden sie vom Gemeindetag des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Bürgermeister Dietmar Zäpernick überreichte ihnen am Neujahrsempfang am Donnerstag in der Gemeindehalle Willaringen die Urkunden mit Stelen und Ehrennadeln. Dabei verabschiedete er auch Werner Gebhardt, seit 1989 Leiter des Forstreviers Rickenbach, offiziell in den Ruhestand. Gebhardt (Freie Wähler) saß zudem von 1999 bis 2016 im Rickenbacher Gemeinderat.

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Hubertus Matt war von 1994 bis 2019, also 25 Jahre lang, als Gemeinderat tätig, davon 20 Jahre als zweiter stellvertretender Bürgermeister. Er habe nicht nur drei Bürgermeister „erlebt und ertragen“, sondern habe an „vorderster Front zur Entwicklung der Gemeinde beigetragen“. Als 2014 im Gemeinderat über die Aufnahme von Flüchtlingen diskutiert wurde, vertrat Matt (CDU) eine klare Haltung: „Das sind Leute in Not, denen muss man helfen.“

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Hubert Strittmatter war nahezu 30 Jahre lang, von November 1989 bis Juli 2019, Mitglied des Rickenbacher Gemeinderats, davon zehn Jahre lang (2009 bis 2019) als erster Bürgermeisterstellvertreter. Strittmatter (Freie Wähler) habe gerade in diesem Amt „Großes für die Gemeinde Rickenbach“ geleistet, erinnerte Dietmar Zäpernick. „Rickenbach befand sich in sehr turbulenten Zeiten, stand ständig in den Schlagzeilen und die waren nicht immer angenehm“, blickte er zurück. Und: „Strittmatter war derjenige, der das Steuer übernommen hat.“ Zäpernick weiter: Als Fachfremder habe Strittmatter sich in die Verwaltungsmaterie eingearbeitet, habe die Führung übernommen – „und das nicht, um sich Meriten zu erwerben oder sein Ego zu polieren, nein, das war harte Arbeit, die er zu seinem eigentlichen Job einzig und alleine für Rickenbach gemacht hat“.

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2019 war für Rickenbach ein ereignisreiches Jahr, führte Zäpernick fort. Die Initiative „Blühender Naturpark“ wurde umgesetzt, die neue Internetseite der Gemeinde kostenlos eingerichtet, die Erweiterung und Sanierung der Ganztagesgrundschule angepackt. Er sei zuversichtlich, dass das Schuljahr 2020/21 bereits im Neubau unterrichtet werden kann. Die Kosten für den Anbau würden zu 70 Prozent feststehen „und wir sind ganz genau im kalkulierbaren Bereich“, sagte er.

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Zäpernick weiter: „Dieses interkommunale Projekt mit der Gemeinde Herrischried ist in unserem Bundesland nahezu einzigartig.“ Schließlich wurde 2019 auch die Versorgung der Gemeinde Rickenbach mit schnellem Internet in die Wege geleitet. „Wir werden dieses Jahr beginnen, zu graben“, so Zäpernick. Diese technische Erweiterung sei „dringend erforderlich und eine sinnvolle Investition in die Zukunft“, ist er überzeugt. Den Empfang gestalteten Tabea Vogt, Dominique Braun, Verena Huber, Tobias Mutter und Johanna Kammerer von der Jugendmusikschule Bad Säckingen musikalisch mit.

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Was Dietmar Zäpernick nicht erwähnte: Dass seine erste Amtszeit im April 2021 endet und er, sofern er kandidieren wird, möglicherweise noch 2020 in den Wahlkampf einsteigen wird. Nur so viel ließ er, in Bezug auf den Neujahrsempfang, verlauten: „2030 werde ich Sie nicht mehr begrüßen.“