Der Förderverein „Gemeinsam für Altenschwand“ gründete sich am vergangenen Samstag bei einem Treffen von Vertretern der örtlichen Vereine, politisch aktiver Gemeindemitglieder und interessierter Bürger, im alten Schulhaus Altenschwand. Thomas Braun (später zum 2. Vorsitzenden gewählt), erklärte, es solle „das Leben im Dorf attraktiver gestaltet und das Vereinsleben gestärkt werden.“ Die Arbeit des Vereins bestehe darin, Geld zu sammeln und organisatorische Unterstützung für Gemeindeprojekte in den Ortschaften Glashütten und Altenschwand anzubieten. Braun erläuterte, dass der Förderverein zwar aus Anlass des Schulhausumbaus gegründet worden sei, er aber darüber hinaus existieren werde. In der ersten Zeit werde der Umbau der alten Schule zwar die Mittel des Vereins beanspruchen, aber in den nächsten Jahren sollen weitere Projekte folgen. So könne man sich die Errichtung eines Spielplatzes oder eines Grillplatzes als Folgeprojekt vorstellen.

Das Schulhaus in Altenschwand nach Planung der Architektin Katja Knaus. Der Altbau bleibt erhalten, rückwärtig erhält das Gebäude ein Treppenhaus und einen angrenzenden eingeschossigen Anbau.
Das Schulhaus in Altenschwand nach Planung der Architektin Katja Knaus. Der Altbau bleibt erhalten, rückwärtig erhält das Gebäude ein Treppenhaus und einen angrenzenden eingeschossigen Anbau. | Bild: Peter Koch

Bürgermeister Dietmar Zäpernick, der für die Gemeinde vor Ort war, lobte die Altenschwander: „Ich finde das Engagement hervorragend“, das Geld sei knapp im Gemeindehaushalt, immerhin baue man ebenfalls eine Schule um (Grundschule Rickenbach), außerdem belaste der Breitbandausbau das Budget. So wäre durch bürgerliche Selbsthilfe erreichbar, was der Gemeindehaushalt alleine nicht tragen könne.

Nach der Abstimmung über die Vereinsgründung und den Vorstandswahlen, erläuterte die Architektin Katja Knaus das Schulhausprojekt. Danach soll der Altbau im EG einen offenen Grundriss erhalten und ein Multifunktionsraum entstehen. Dieser Raum könne für Konzerte oder Veranstaltungen für bis zu 200 Personen genutzt werden. Im Alltag biete sich durch eine bewegliche Trennung die Möglichkeit einen Probenraum für die Trachtenkapelle und einen Versammlungsort für die Landfrauen zu schaffen. Im Weiteren würde ein eingeschossiger Anbau mit Flachdach erstellt, in dem sich der Haupteingang, die Küche, die Toilettenanlagen, das Treppenhaus und etwas Lagerfläche befinde. Aus Kostengründen werde nur das EG des Schulhauses umgebaut.

Der Verein wird in nächster Zeit eine Infoveranstaltung für die Öffentlichkeit abhalten. Dabei werden jedem Interessierten die Vereinsarbeit und das Schulhausprojekt nähergebracht. Um erfolgreich zu sein, sucht der Verein zur Unterstützung zahlreiche neue Mitglieder.