Der ehemalige Stadtrat Werner Nuß ist vergangenen Freitag, 21. Januar, im Alter von 87 Jahren gestorben. Der Rheinfelder brachte sich politisch, gesellschaftlich und kulturell in der großen Kreisstadt ein – und das über Jahrzehnte. Am zweiten Weihnachtstag, dem 26. Dezember, geboren, war Nuß schon seit seinem 16. Lebensjahr ehrenamtlich aktiv. Als Kommunalpolitiker war Werner Nuß 27 Jahre im Gemeinderat und 28 Jahre im Kreistag engagiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Für sein facettenreiches Engagement erhielt Nuß zahlreiche Auszeichnungen: das Bundesverdienstkreuz am Bande und die Verdienstmedaille in Silber der Stadt Rheinfelden, das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber des Innenministeriums, die Hans-Böckler-Medaille des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Zwei Mal hat Nuß mit Erfolg gekämpft, als es um die Schließung der damaligen Dynamit Nobel (heutige Evonik) ging, wo er 48 Jahre im Arbeitsleben – von der Ausbildung bis zur Rente – stand. Der Elektromeister war drei Jahrzehnte als Betriebsratsvorsitzender aktiv.

Gründungsvater vieler Vereine

Werner Nuß ist Gründungsvater vieler Vereine und Organisationen. So gründete er zwei Notarztversorgungsvereine und war Gründungsmitglied und Vizevorsitzender des Krankenhausfördervereins. Auch die „Hüls-Kultur-Börse“ hob er aus der Taufe. Er hat sich aktiv für die Städteverschwisterungen mit Fécamp, Barry und Neumarkt eingesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Werner Nuß gründete im Jahr 1967 den Stadtjugendring, er war maßgeblich an der Organisation der ersten Kinderferienprogramme beteiligt. Über den Stadtjugendring lernte er seine Ehefrau Hannelore Nuß kennen und lieben. Im Akkordeonorchester Rheinfelden war er 70 Jahre Mitglied. Mehr als 35 Jahre war Werner Nuß Messner der Adelbergkirche.