Die Umsetzung der Landesheimbauverordnung macht auch vor der Corona-Krise nicht halt: In dieser Woche fand der Baustart für das neue Bernhardshaus im Rheinfelder Ortsteil Herten statt. Es wird sein in die Jahre gekommenes Pendant ersetzen, für das eine Sanierung im Hinblick auf die Landesheimbauverordnung nicht mehr infrage kam, teilt Andreas Gräff vom St. Josefshaus Herten in einer Presseinformation mit.

Das könnte Sie auch interessieren

Dafür entsteht jetzt ein zweigeschossiger Bau in Holzbauweise, der als Energie-Effizienzhaus nach dem so genannten KfW Standard 40 erstellt wird. Das heißt, der kleine Keller und der Aufzugschacht werden in Beton ausgeführt, während die Wände und Decken aus massivem Holz bestehen. Dies entspricht einer nachhaltigen Bauweise, mit der viele CO2-Emissionen eingespart werden, heißt es in der Pressemeldung weiter.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Gebäude werd leicht und die Fundamente könnten günstig ausgeführt werden. Auf die Flachdächer werden Photovoltaikanlagen kommen und zur Kühlung des Gebäudes werde das Quellwasser aus dem Rebberg genutzt, welches anschließend an die Gärtnerei des St. Josefshauses zur Bewässerung weitergeleitet werde.

Die Ausstattung

Das neue Bernhardshaus werde in erster Linie Ersatzwohnraum entsprechend den Vorgaben der Landesheimbauverordnung für die Bewohner aus dem bisherigen Bernhardshaus bieten. Es verfüge über moderne Einzelzimmer mit Bädern. Für die Zimmer im Erdgeschoss ist jeweils eine eigene Terrasse geplant, die auch barrierefrei zugänglich ist, erklärt Gräff.

So soll das neue Bernhardshaus später einmal aussehen.
So soll das neue Bernhardshaus später einmal aussehen. | Bild: Werner Miller/Georg Glos

Langfristig könne im ersten Obergeschoss, zusätzlich zum Wohnangebot, die Möglichkeit für eine inklusive Tagespflege für Senioren entstehen. Vorerst seien diese Räume jedoch übergangsweise für die Tagesstruktur angedacht, die aufgrund des Konversionsprozesses aus einem anderen Gebäude umziehen müsse.

Die Investitionen

Im Vordergrund des Baukonzepts standen neben einer hohen Dienstleistungsqualität auch gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter, heißt es in der Pressemitteilung. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für November 2022 geplant. Die Kosten betragen rund 12 Millionen Euro, so Gräff. Soweit möglich wurden mit der Bauausführung Unternehmen aus der Region beauftragt.