Frau Kähny, wie sind Sie auf die Idee gekommen und was ging beim Start am ersten Mai ab?

(lacht) Das war eine schnelle Aktion, die wir TuSler gemeinsam starteten. Die Idee haben wir in der Woche vor dem ersten Mai beim KSV Götzis in Österreich abgeschaut. Und dann musste es schnell gehen, weil wir am 1. Mai starten wollten. Da waren 18 Läuferinnen und Läufer – einzeln versteht sich – unterwegs und haben insgesamt 162,05 Kilometer geschafft. Wir wollen so in der Zeit der Corona-Krise das Wir-Gefühl stärken und den olympischen Gedanken am Leben erhalten. Wir wollen uns aber auch wieder ins Gedächtnis der Bevölkerung bringen. Bekanntlich finden in diesen Zeiten keinerlei Aktivitäten statt, das vermissen wir allesamt, und vielleicht gelingt es uns, noch ganz viele andere Menschen dazu zu bringen, sich sportlich zu betätigen. Wir sind auch froh, dass der SV Eichsel mitmacht.

Wie genau funktioniert die sportliche Reise?

Mitmachen kann jeder, egal ob TuS-Mitglied oder Fan. Man kann Laufen, Wandern, Schwimmen oder Spazieren gehen. Fans, die zum Beispiel mit ihrem Hund spazieren laufen, melden auch die Kilometer, das zählt. Die gesamte Strecke umfasst 12.737 Kilometer, das entspricht der Standartstrecke, die Google Maps als Laufstrecke vorgibt. Zu Fuß sind es 12.071 Kilometer, dazu kommen noch 666 Kilometer auf dem Wasserweg. Diese Strecke soll geschwommen werden. Da aber ungewiss ist, wann die Schwimmbäder wieder öffnen, konzentrieren wir uns auf die Gesamtstrecke als Ziel. In Gedanken durchqueren wir sieben Länder – das hört sich doch toll an.

Wie werden die Kilometer erfasst?

Die Teilnehmer können eine Mail senden an social.media@tus-adelhausen.de oder auf eine unserer bekannten Plattformen – Facebook, Instagram – einen Screenshot der Strecke aus der App oder auch ein Selfie stellen. Wer will, kann ein Bild auf den eigenen Seiten posten und uns verlinken. Wir vom TuS aktualisieren regelmäßig den Kilometerstand und informieren.

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Motiviert der TuS die Teilnehmer noch zusätzlich?

Ja. Wer will, kann für virtuelle Laufutensilien wie ein paar Laufschuhe, Lauf-Shirt, Hose und Socken, isotonische Getränke, Energy-Riegel oder Blasenpflaster Geld spenden. Ein Euro entspricht dann einem Kilometer. Zudem werden wir während des Laufs immer wieder ein paar Motivatoren einbauen, wenn beispielsweise eine Grenze überquert wird. Aktuell schauen wir auch, ob wir Sponsoren finden, die das unterstützen, zum Beispiel, um die besten Läufer zu prämieren.

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Wie sieht es mit den TuS-Ringern und Olympia 2021 aus?

Wir hoffen ganz fest auf unser Eigengewächs Elena Brugger, und aus dem Kader wird hoffentlich auch der eine oder andere Ringer starten.

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Noch zwei ganz persönliche Fragen: Wie beteiligen Sie sich an der Aktion und fliegen Sie mit nach Tokio?

Ich laufe auch und habe bis zum Interview-Termin 10,63 Kilometer beigesteuert. Zudem dokumentiere ich die Läufe aller Zusendungen und poste regelmäßig Updates. Die Olympischen Spiele in Tokio sind auf jeden Fall eine Überlegung wert, und von meinen TuS-Kollegen weiß ich, dass der eine oder andere definitiv mitfliegen wird.