Herr Hanser, wie kam Ihnen die Idee?

Mein Bruder Frank und ich spielen gemeinsam in der „New Redhouse Jazzgang, einer lokalen Jazzband, von der bereits einige Videoclips auf Youtube zu sehen und zu hören sind. Als uns mit der Corona-Pandemie die aktuellen Konzerte in unserer Region und in Mannheim wegbrachen, hatte mein Bruder die Idee, unsere musikalischen Aktivitäten auf das Internet zu verlagern. Somit konnten wir unsere Idee, ein gemeinsames Musikprojekt zu machen, online verwirklichen.

Welche Musik ist zu hören?

Wir bleiben dem Jazz treu. Da Musik dieser Stilrichtung aber recht komplex aufgebaut ist, war das Einspielen bei unserer räumlichen Trennung – mein Bruder wohnt in Bensheim (Hessen) – gar nicht so einfach. Wir mussten das Stück in verschiedenen Runden hintereinander einspielen: Zuerst habe ich die Begleitband mit dem Computer erstellt, was gar nicht so einfach ist. Die Audiodatei ging über die Cloud zu meinem Bruder, der die Melodielinie auf der Trompete einspielte. Zurück bei mir, spielte ich die Klarinette ein. Improvisiert habe ich mit meinem neuen Digital-Saxophon, das mir Peter Linsin besorgt hat. Schließlich habe ich alle Stimmen digital abgemischt und zusammen mit meiner Videospur Frank geschickt. Dieser hat dann mit einer Videoschnitt-Software den Videoclip fertiggestellt. Klingt kompliziert – war es auch.

Gibt es die Correlations auch live und haben Sie noch Überraschungen parat?

Die Vorbereitungen sind getroffen, Correlations und die anderen Stücke auch live zu spielen – nur die Begleitband kommt natürlich immer noch vom Computer. Zuerst aber wollen wir erst einmal unser „Project“ erweitern: Wir planen aktuell The Hanser Project and Friends. Hier wird Peter Linsin dazu stoßen. Außerdem wird mein Sohn Felix ein musikalisches Gastspiel geben.