Der Gesamtelternbeirat hat am Runden Tisch mit Lehrern, Schülern, Verwaltung und Politik den Digitalpakt diskutiert. In drei Gruppen wurde an dem Thema gearbeitet und zahlreiche Vorschläge kamen zusammen, wie die Digitalisierung der Schulen voran getrieben werden kann.

Gerade während des Corona-Lockdowns wird die Notwendigkeit der weiteren Digitalisierung der Schulen deutlich. Fördermittel stellt die Bundesregierung mit dem Digitalpakt zur Verfügung. Grund genug den Bedarf der Schulen auf breiter Basis im Campus zu diskutieren, wozu der Gesamtelternbeirat (GEB) zum Runden Tisch „Digitalpakt – Quo vadis an den Rheinfelder Schulen“ eingeladen hatte.

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„Ohne Corona sähe die Diskussion um digitale Infrastruktur und digitales Lernen anders aus“, stellte OB Klaus Eberhardt fest. „Die Stadt hat schon einiges umgesetzt, aber es gibt noch Luft nach oben.“ An den Schulen wurde konsequent das drahtlose Internet ausgebaut und bis auf eine Schule haben die Schulen den für Umsetzung der Fördermittel notwendigen Medienentwicklungsplan schon vorgelegt.

1,3 Millionen Euro aus dem Digitalpakt

„Das Investitionsprogramm kann jetzt umgesetzt werden, da brauchen wir uns nicht schämen“, so Eberhardt. Aus dem Digitalpakt bekommt die Stadtverwaltung 1,3 Millionen Euro Fördermittel des Bundes. Mit rund 260.000 Euro stellt die Stadt 20 Prozent der Fördermittel als Eigenanteil zur Verfügung. Die Mittel werden gemäß der Schülerzahlen auf die Schulen in der Stadt verteilt und dienen dem digitalen Ausbau der Infrastruktur und der Anschaffung von Endgeräten und Software.

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„Das Thema Corona wird uns weiter beschäftigen“, so Eberhardt. Daher müsse eine nachhaltige Strategie entwickelt und dabei alle Schüler mitgenommen werden, sowohl die „Digital Natives am Gymnasium“ wie auch die Schüler mit Förderbedarf. Hierzu sind seitens der Verwaltung die Schulen und der GEB zu einem Gipfel im Oktober eingeladen, so Eberhardt.

Wie kann man die digitale Grundbildung vorantreiben?

„Der Gesamtelternbeirat ist sehr erfreut, heute Abend eine so diverse Gruppe zusammen bekommen zu haben“, sagte Frank Grimberg, Vorsitzender des GEBs. „Das Thema heute Abend ist: Wie kann man die digitale Grundbildung vorantreiben.“ Zur Diskussion wurden drei gemischte Arbeitsgruppen gebildet, die jeweils mit einem Experten besetzt waren.

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Die Diskussion in den Gruppen orientierte sich an den folgenden Fragen: Was läuft an den Schulen gut? Was läuft nicht gut? Was braucht es um vorwärts zu kommen? Und was können die Beteiligten selbst tun? An den Tischen entfaltete sich eine lebhafte Diskussionen, wo die verschiedenen Sichtweise zusammen flossen. Anregungen, Ideen, Vorschläge und Wünsche wurde schriftlich auf Kärtchen fixiert.

Experten helfen bei der Diskussion

In den Gruppen diskutierten Gemeinderäte, Schülersprecher von Gymnasium und Realschule, Schulleiter und Lehrer. Seitens der Stadtverwaltung waren die Verantwortlichen für Schulen und Informationstechnik gekommen. Als Experten waren Benjamin Bastian, Digital Transformation Programm-Manager, und Michael von Kutzschenbach, Professor für digitale Unternehmensführung, eingeladen worden. Eckhart Hanser nahm als Leiter des Studienzentrums IT-Management und Informatik an der Dualen Hochschule Lörrach eine Doppelrolle als Experte und Gemeinderat ein.

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Die Mitglieder des Gesamtelternbeirats Frank Grimberg, Manoj Thanathethu und Celina Geiger präsentierten die Ergebnisse der drei von ihnen geleiteten Gruppen. Ideen und Wünsche wie Medienkompetenz als Unterrichtsfach, zusätzliche Fachkräfte, Fortbildungen für Lehrer, papierloser Unterricht, einen für die Wartung zuständigen IT-Hausmeister und eine cloudbasierte professionelle Lernsoftware waren gesammelt worden.

Wie geht es weiter?

Einigkeit bestand am Mittwochabend darin, dass die Digitalisierung von der Bevölkerung als Mehrwert erachtet werden müsse, da sie keinen Selbstzweck, sondern die Weiterentwicklung der Gesellschaft bedeute. Stephanie Müller, zweite GEB-Vorsitzende, regte an, dass die Diskussion unter Regie des GEB in Arbeitsgruppen zu nötigen Standards an den Schulen, der Gestaltung von Hybridunterricht und zur Identifikation der Akteure mit der Digitalisierung fortgesetzt wird.