Dass aus der Krise Neues entsteht, sieht Birgitt Kiefer, Geschäftsführerin des Familienzentrums, als die große Stärke der Einrichtung und erklärt beim Pressegespräch, wie das Team die Zeit der Schließung gemeistert hat und wie das Zentrum an beiden Standpunkten nun wieder vorsichtig die Türen öffnet.

Rat- und hilflos sei man im ersten Moment gewesen, gesteht Kiefer, als sie sich an die Schließung am 18. März erinnert. Schließlich lebe das Familienzentrum vom Kontakt und Austausch. Schnell hätte sich das Team aber auf Homepage, soziale Medien und Telefon konzentriert und so den Kontakt nie abreißen lassen, weder untereinander zu den insgesamt 56 Mitarbeitern oder zu den Besuchern.

Mit Tipps, Einkaufsdienst, Telefonhotline und einem Online-Babycafé hat das Team versucht, weiter für die Besucher da zu sein, denn „das Bedürfnis nach Kontakt sei für den Menschen überlebenswichtig“, so Kiefer. Anfangs sei das Telefon heiß gelaufen, nun seien die Hygienekonzepte angepasst und man wage den ersten Schritt einer vorsichtigen Öffnung.

  • Babycafé: So setzen beide Standpunkte zuerst auf die beiden Herzstücke der Treffs, das Baby- und das Zwergencafé. Zwar könnten diese bisher nur in festen Gruppen mit vorheriger Anmeldung stattfinden, trotzdem seien sie gleich sehr gefragt, so Agnes Deiß, Koordinatorin des Familientreffs in Grenzach-Wyhlen. „Gerade Eltern von Babys, die während der letzten Monate geboren wurden, scheinen auf das Angebot gewartet zu haben“, freut sie sich. Auch Franziska Wehber, Koordinatorin des Treffs in Rheinfelden, erklärt, dass sich die Gruppen recht schnell füllen würden, man aber gerne weitere anbieten könne, wenn Bedarf besteht.
  • Quartierscafé und Väter-Treff: Das altbewährte Quartierscafé am Mittwochnachmittag und der neue Väter-Treff, der ab Freitag, 3. Juni; alle zwei Wochen am Abend stattfindet, runden das Programm in Rheinfelden ab. Aber auch hier bietet das Zentrum Raum für Spontanität, denn wer sich keinem der Angebote so richtig zugehörig fühlt und dennoch nach Austausch sucht, kann montagnachmittags von 15 bis 16.30 Uhr zum „Zaun-Tratsch“ von außen an den Garten des Familienzentrums kommen und quatschen, Infos abholen oder einfach einen Kaffee genießen.
  • Angebote in Grenzach-Wyhlen: Grenzach-Wyhlen geht den Weg gleich mit zwei völlig neuen Angeboten weiter: einem Familiencafé am Donnerstagnachmittag und einem Outdoor-Babycafé am Dienstag, beide finden auf dem Vereinsgelände der Naturfreunde in Grenzach statt. Auch für diese Angebote bedarf es aber einer Anmeldung. Nur die Info- und Kontaktsprechstunde am Donnerstagvormittag von 8.15 Uhr bis 9.30 Uhr kann weiterhin ohne Anmeldung besucht werden.
  • Herbstprogramm: Und auch für das neue Programm im September gäbe es schon viele Ideen wie die „Familienküche international“ in Kooperation mit der Metamorphose und dem Freundeskreis Aysl, ein Experimentier-Nachmittag für Kinder im Kindergartenalter und auch die langersehnte Rikscha sei endlich angekommen.

„Aus Krisen entwickelt sich genau so etwas Tolles“, freut sich Birgitt Kiefer, „da stimmt einfach das Konzept des Familienzentrums.“ Doch freue sie sich auch, dass man den Traditionen treu bleiben und auch in diesem Jahr eine Ferienbetreuung anbieten könne. „Diese Perspektive ist für die Familien einfach wichtig“, sagt sie und erklärt, dass dies genau das Fazit sei, das man aus der Krise ziehen könne: „Familien brauchen Freiheit, Perspektive und Zugehörigkeit, um ihren Alltag bestmöglich meistern zu können. Wir versuchen, ihnen dabei zu helfen.“

Anmeldung: Rheinfelden: E-Mail (Info@familienzentrum-rheinfelden.de), Telefon 07623/966 54 70. Grenzach-Wyhlen: E-Mail (famtreffgw@familienzentrum-rheinfelden.de), Telefon 07624/912 90 33.