Diana Stöcker hat es geschafft und wird für die CDU Mitglied des neuen Bundestags sein. Der Sprung nach Berlin hat Auswirkungen auf die Stadtverwaltung, in der Stöcker seit 2015 als gewählte Beigeordnete des Oberbürgermeisters tätig ist. Dieses Amt wird die 51-Jährige nicht mehr ausüben können, zwei Optionen gibt es: ruhen lassen oder abgeben.

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Hinter Diana Stöcker liegen fünf Monate Wahlkampf, am Montag klingt sie ein bisschen geschafft, aber auch erleichtert. „Ich habe mich riesig gefreut, als ich das Ergebnis gesehen habe, insbesondere das aus Rheinfelden.“ In der Großen Kreisstadt erhielt sie 29,2 Prozent der Erststimmen.

Ein Ergebnis, das sie nicht nur auf ihren „engagierten Wahlkampf“ zurückführe, sondern auch auf die Arbeit, die sie seit sechs Jahren in der Stadt für die Bürger geleistet habe. Doch mit Blick auf das Gesamtergebnis im Wahlkreis Lörrach-Müllheim sei sie zufrieden.

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Das könne sie mit dem Bundesergebnis der Christdemokraten natürlich nicht sein. „Beide Volksparteien können nicht mehr an Wahlergebnisse aus der Vergangenheit anknüpfen.“ So werde es herausfordernder, Regierungen zu bilden. Dass Armin Laschet für die CDU nun Gespräche aufnehme, sei ein „demokratischer Prozess“. Zwar sei die neue Aufgabe als Bundestagsabgeordnete ohnehin spannend, aber natürlich würde Stöcker diese lieber als Teil der Regierung als der Opposition ausüben. „Da hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten.“

Einführung in Berlin

Eine Verschnaufpause gibt es derweil nicht: Bereits am Dienstag wird Stöcker in Berlin erwartet und erhält eine erste Einführung. Darüber hinaus werden die neuen Abgeordneten rechtlich beraten, wie sie mit ihrem alten Job umgehen sollen. In Stöckers Fall, als gewählte Beamtin, gibt es zwei Optionen: Das Amt niederlegen oder es bis zum Ende der Periode – was noch zwei Jahre sind – ruhen lassen. „Diese Beratung werde ich abwarten und dann meinen Arbeitgeber informieren“, so Stöcker auf Nachfrage.

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Am 15. Oktober wird der Bundeswahlausschussleiter das amtliche Ergebnis feststellen, ab diesem Zeitpunkt ist Stöcker dann CDU-Bundestagsabgeordnete. „Ich habe zwar noch drei Wochen Urlaub, aber ich werde in dieser Zeit arbeiten.“ Denn durch den Wahlkampf sei doch das eine oder andere liegen geblieben. „Ich möchte meinen Job gut zu Ende führen.“

Oberbürgermeister Klaus Eberhardt beglückwünschte seine Kollegin am Sonntagabend zu ihrem „schönen persönlichen Erfolg“. Er gönne ihr „die Weiterentwicklung“ und führt ihr Ergebnis auch auf einen „ehrgeizigen und fleißigen Wahlkampf“ zurück.

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Wenn Stöcker ihr Amt als Bürgermeisterin aufgibt, müsse die Stadt „die Zukunft neu definieren“, so der OB. Lässt sie es ruhen, kann die Stelle erst nach Ablauf der Periode neu ausgeschrieben werden.