Weiden am Rheinufer, Walnussbäume am Campus: Die Stadt hat in jüngster Zeit an verschiedenen Stellen was für die Umwelt getan. Finanziert wurden diese Projekte über verschiedene Förderprogramme. Im Bau- und Umweltausschuss gab Patrick Pauli von der Stadtplanungs- und Umweltabteilung nun einen Überblick.

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Aus dem Projekt Verpackungsfreier Markt wurden Mittel generiert, um am Rheinuferweg Bäume und Sträucher zu pflanzen. Das Projekt wird vom Bund gefördert und funktioniert so: Wer auf dem Wochenmarkt „verpackungsfrei“ einkauft und seinen eigenen Beutel oder Korb mitbringt, bekommt den Einkauf abgestempelt. Ist die Karte voll, kann man sie bei der Stadt abgeben; sie entspricht dann einem Wert von 20 Euro. Dieses Geld wird direkt in die eigene Umwelt investiert – zuletzt etwa in die Renaturierung des Rheinufers beziehungsweise der Fläche am Rhein, die ursprünglich für den Steg gedacht war.

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Zwölf hochstämmige Bäume und 90 Sträucher wurden in den vergangenen Tagen gemeinsam mit Energiedienst und dem Förderverein „Unser Steg“ gepflanzt. Gewählt wurden etwa verschiedene Weidenarten, darunter die Purpurweide. Dass die am Hochrhein nicht heimisch ist, wusste Heiner Lohmann (Grüne) zu berichten, der wissen wollte, warum die Wahl auf diese Sorte fiel. Laut Pauli eignet sich die Purpurweide gut, weil sie dazu beitragen kann, den japanischen Knöterich zu vertreiben; diese invasive Art hat gerade am Rheinufer zunehmend für Probleme gesorgt. Auch am Campus wurden jüngst hochstämmige Bäume gepflanzt und zwar bewusst verschiedene Wildobstorten. „Elsbeere und Walnuss sind stadtklimafeste Arten und brauchen wenig Pflege“, so Pauli.

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Weitere 7000 Euro konnte die Abteilung über ein Landesförderprogramm sichern. Mit dem Geld wird die Linsenbachquelle in Nollingen aufgewertet, um Eidechsen und Nattern wichtigen Lebensraum zu erhalten. „7000 Euro sind jetzt vielleicht nicht die Welt, aber ich finde, das kann sich sehen lassen“, so Pauli. Sein Chef Klaus Eberhardt gab ihm recht: „Da macht Kleinvieh auch viel Mist.“

Einen wichtigen Schritt hat außerdem das Förderprojekt „Rheinuferweg extended“ genommen. Das Landratsamt hat im November die Erlaubnis erteilt, unterhalb des Haus Salmegg einen Steg für Kanu- und Wasserwanderer zu errichten. Diese Anlegestelle ist Teil des IBA-Projekts „Rheinliebe.“