In der Erzdiözese Freiburg wurden am Sonntag die neuen Pfarrgemeinderäte gewählt. Zuvor war der Wahltermin aufgrund der Corona-Krise um zwei Wochen verschoben worden. Auf eine Präsenzwahl musste verzichtet werden, es war lediglich eine Briefwahl möglich.

Rheinfelden

In der Kirchengemeinde Rheinfelden haben 514 Personen die Vertreterinnen und Vertreter für das höchste Laiengremium der Gemeinden gewählt. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 6,08 Prozent. Die niedrige Wahlbeteiligung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass eine direkte Stimmabgabe im Wahllokal nicht möglich war, teilt die Kirchengemeinde mit. Erstmals konnten die Stimmen allerdings auch online abgegeben werden – für die Kirchengemeinde Rheinfelden haben 64 Prozent der Wählenden von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Aus den einzelnen Gemeinden konnten bis zu drei Personen gewählt werden.

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Die neuen Pfarrgemeinderäte sind: Michael Düsing, Frank Kassubek und Markus Sailer (Rheinfelden). Katharina Karin Cloß, Christian Frank und Günter Schmidt (Beuggen/Karsau); Monika Gerwig, Marco Kummer und Ida Redmann-Bücker (Eichsel/Adelhausen); Gertrud Heggenberger, Richard Müller und Matthias Schacherer (Herten/Degerfelden); Hermann Voegele (Minseln/Nordschwaben); Klaus Blechschmitt und Johannes Steinegger (Nollingen); David Kleiner und Udo Quaß (Warmbach). Außerdem haben vier weitere Gemeindemitglieder aus den Stimmbezirken Minseln/Nordschwaben, Nollingen und Warmbach die erforderliche Mindeststimmenzahl erreicht und könnten – sofern sie die Wahl annehmen – in Zukunft Mitglieder des Pfarrgemeinderates sein.

Grenzach-Wyhlen

Bei der Wahl des Pfarrgemeinderates in der Kirchengemeinde Grenzach-Wyhlen galten die gleichen Bedingungen, es wurde ebenfalls nur per Brief oder online gewählt. Wahlberechtigt waren 3435 Gemeindemitglieder, 537 haben einen Stimmzettel abgegeben, alle Stimmzettel waren gültig.

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Die neuen Pfarrgemeinderäte sind: Maria Deschler (Wyhlen), Elisabeth Mattes (Wyhlen), Gertrud Wittek (Wyhlen), Barbara Eckert (Wyhlen), Andrea Fluck (Wyhlen), Bernhard Siefert (Wyhlen), Michael Oertlin (Grenzach) und Sebastiano Berardis (Grenzach). Gegen das Wahlergebnis kann jeder Wahlberechtigte beim Wahlvorstand innerhalb einer Frist von einer Woche nach der öffentlichen Bekanntmachung schriftlich Einspruch erheben, teilt die Kirchengemeinde Grenzach-Wyhlen mit. Der Einspruch kann nur auf Mängel in der Person eines Gewählten oder auf erhebliche Verfahrensmängel gestützt werden.

Schwörstadt

Auch in der Seelsorgeeinheit Sankt Martin, zu der Schwörstadt gehört, waren alle Mitglieder ab 16 Jahren aufgefordert, ihr Votum abzugeben und mitzubestimmen. Von den insgesamt 5831 Wahlberechtigten in den Pfarreien Wehr, Öflingen und Schwörstadt kamen 465 der Einladung nach, das sind 7,97 Prozent. Das ist das schlechteste Resultat für Wehr und die beiden anderen Pfarreien seit es Pfarrgemeinderatswahlen gibt.

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Besonders mit der Onlinewahl taten sich offensichtlich viele Katholiken schwer, obwohl genaue Handlungsschritte mit den Wahlbenachrichtigungen mitgeliefert wurden. In der Seelsorgeeinheit hatten sich insgesamt 15 Kandidaten zur Wahl gestellt, genau so viele, wie Sitze zu vergeben waren. Nach einer früher festgelegten Quotenregelung hat die Pfarrei Sankt Martin Wehr sechs Sitze, Sankt Ulrich Öflingen fünf und Sankt Clemens und Urban Schwörstadt vier Sitze zu vergeben. Eine reelle Auswahl hatte nur die Wehrer Liste aufzubieten. Diese wartete mit acht Vorschlägen auf, Öflingen mit drei und Schwörstadt mit vier.

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Die neuen Pfarrgemeideräte sind: Anna-Lena Burkart (Schwörstadt), Samantha Hermann (Öflingen), Marius Weiß (Öflingen), Alexander Horvatic (Öflingen), Vera Fath (Schwörstadt), Leopold Freiherr von Schönau-Wehr (Schwörstadt), Davide Meola (Wehr), Magdalena Freifrau von Schönau (Schwörstadt), Astrid Müller (Wehr), Berthold Eschbach (Wehr), Caterina Mandiello (Wehr), Elisabeth Theobaldt-Lachenmaier (Wehr) und Claudia Donner (Wehr).

Es sitzen also 13 gewählte Räte im neuen Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit. Das sind zwei weniger, als Sitze zu vergeben waren. Die Amtszeit dauert bis 2025.

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