Das Haus der Diakonie in der Karl-Fürstenberg-Straße wird kommendes Jahr umgebaut. Das Gebäude aus dem Jahr 1915 ist nicht barrierefrei, das soll sich mit dem Anbau eines Aufzugs ändern. Auch im Bereich der Küche wird es eine kleine Gebäudeerweiterung geben. Für die Zeit während des Umbaus sucht der Sozialdienst nach einem alternativen Standort, an dem Menschen beraten werden können.

Bäume bleiben erhalten

Die Kastanienbäume auf dem Grundstück sollen von den Umbauarbeiten unberührt bleiben. Dies teilt Michael Schmitt-Mittermeier, Geschäftsführer des Diakonischen Werks in Rheinfelden, auf Nachfrage mit. Die Sorge um den Baumbestand hatte diese Zeitung dazu veranlasst, bei dem Sozialdienstleister in Trägerschaft der evangelischen Kirche nachzufragen. Man sei froh um den Garten und die Bäume, in den die Mitarbeiter gerne auch einmal ihre Kundengespräche verlegten, erklärt Schmitt-Mittermeier. Einzig die Trockenheit könne den Bäumen etwas anhaben. Die Rosskastanie zähle zu jenen Baumarten, die mit den Auswirkungen des Klimawandels weniger gut zurechtkommen.

Lösung für die Übergangszeit gesucht

Das Diakonische Werk in Rheinfelden wird voraussichtlich ab dem kommenden Frühjahr zunächst selbst ohne festen Stand sein. Die Baugenehmigung liegt schon vor, aktuell läuft das Ausschreibungsverfahren für die Gewerke. Schmitt-Mittermeier rechnet damit, dass im Februar die ersten Arbeiten beginnen. „Wir suchen dringend eine Lösung für die Übergangszeit“, sagt Schmitt-Mittermeier. „Wenn der Bohrhammer lärmt, können wir in dem Haus keine Dienststelle mit Beratung mehr betreiben“, begründet der Geschäftsführer. Für die Dauer eines Jahres sucht der soziale Dienst deshalb eine neue Bleibe.

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Im Haus der Diakonie beraten und begleiten neun feste und einige ehrenamtliche Mitarbeiter Schuldner und erwachsene Migranten. Auch die kirchliche allgemeine Sozialarbeit, die Schwangerenkonfliktberatung und die Anlaufstelle für Betreutes Wohnen sind bislang in dem Haus untergebracht. Nach dem Umbau wird im Haus in der Karl-Fürstenberg-Straße die Tagesstätte für psychisch kranke Menschen neu mit einziehen. Bislang ist diese in Räumen der Kirchengemeinde untergebracht – und wird dort auch für die Dauer des Umbaus bleiben.

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Schmitt-Mittermeier fände ein leerstehendes Ladenlokal oder eine Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnung passend. „Im Grunde brauchen wir nur Räumlichkeiten, in denen Beratung stattfinden kann.“ Parkplätze brauche es nicht unbedingt am Haus. Wichtig wäre aber, dass sich die Immobilie in Laufweite zur Innenstadt befindet: „Damit wäre uns sehr geholfen.“

Angebote und Hinweise nimmt Michael Schmitt-Mittermeier unter der Telefonnummer 07621/926 30 entgegen.