Die zunehmende Vermüllung des Parks und trotz Halteverbots dort parkende Taxen führen zu Unmut bei den Anwohnern der Rudolf-Vogel-Anlage. Der Kernstadtbeirat, der am Dienstagabend zusammenkam, will sich des Themas annehmen.

Die Rudolf-Vogel-Anlage mit der davor liegenden, kleinen Parkanlage und dem Löwenbrunnen gilt als präsentabler Eingang in die Innenstadt. Die Einfahrt in die schmale Straße zwischen dem Gebäudekomplex und dem Park ist nur Anwohnern gestattet. Es gilt ein absolutes Halteverbot.

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Insbesondere nachts würden dort aber mehrere Taxen abgestellt, deren Fahrer die Zeit in nahegelegenen Clubs und Bars in der Basler Straße verbrächten, die bis früh in die Morgenstunden geöffnet haben, berichtete Evelyn Schick als stellvertretendes Beiratsmitglied und Anwohnerin in der Sitzung des Stadtteilbeirats Kernstadt. Sie kritisierte, dass dies für die Anwohner nächtens Lärm durch an- und abfahrende Fahrzeuge bedeute.

Das Problem ist nicht neu. Ein Anwohner berichtete, dass vor zwei Jahren eine Begehung mit der Stadtverwaltung und der Feuerwehr stattgefunden hatte und dort deutlich gemacht worden sei, dass ein absolutes Halteverbot in der Durchfahrt gelten müsse, da sie den einzigen Rettungsweg für Feuerwehr und Rettungsdienst darstellte, solange der Seidenweberweg hinter der Anlage gesperrt ist.

Er erzählte, dass vor einem halben Jahr aufgrund parkender Fahrzeuge ein Rettungswagen wieder rückwärts aus der Durchfahrt raus fahren musste, und kritisierte, dass zwar das Halteverbot ausgeschildert sei, aber nicht ein Rettungsweg. Während des Lockdowns sei es ruhiger gewesen, jetzt nehme es wieder zu. Er forderte mehr nächtliche Kontrollen durch das Ordnungsamt.

Weiterhin schilderte Schick, dass seit dem Lockdown im März die kleine Parkanlage vermehrt am Tag und in der Nacht frequentiert werde und damit die Vermüllung zugenommen habe. Insbesondere werde der Park tagsüber nun von mehr Familien und spielenden Kindern aufgesucht. Einerseits äußerte Schick Besorgnis um die Kinder, da im Park auch Scherben und anderer Unrat von nächtlichen Besuchern herumlägen, andererseits verursachten die Kinder selbst Gefahrenstellen, indem sie Löcher in die Wege gruben, die mögliche Stolperfallen darstellten.

Während der Sperrung des Seidenweberwegs wurde für die Anwohner ein Stellplatz zum Entladen ihrer Autos in der Durchfahrt eingerichtet, der nach Abschluss der Arbeiten am Hochrhein-Center II wieder entfernt werden soll, erklärte der Anwohner. Er bat darum, prüfen zu lassen, ob der Stellplatz nicht dauerhaft erhalten bleiben könne.

Der Beirat wird sich der Anliegen annehmen und den städtischen Werkhof auffordern, die Sicherheit wegen der in den Boden gebuddelten Löcher zu überprüfen. Zudem soll geprüft werden, ob eine Beschilderung als Rettungsweg in der Rudolf-Vogel-Anlage errichtet werden kann. Das Ordnungsamt soll zu vermehrten Kontrollen in der Anlage am Abend und am frühen Morgen aufgefordert werden.

Der Beirat will auch prüfen lassen, ob der dortige Stellplatz für die Anwohner langfristig erhalten bleiben kann.

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