Anwohnerin Ursula Rümmelin erzählt, sie habe schon vier Mal miterlebt, dass es wegen Falschparkens außerhalb der Markierungen Strafzettel gegeben habe. Das betreffe auch Kunden von ihr – „das ist mir unangenehm, dann ersetze ich ihnen die 15 Euro“. Die Stadt solle doch dafür sorgen, dass die Streifen sichtbar sind, wenn dort schon kontrolliert werde.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Stadt ist allerdings nicht Eigentümerin der Parkplätze, sagt Sabrina Kilchling, Mitarbeiterin der Verkehrsabteilung im Rathaus. Der Gemeindevollzugsdienst kontrolliere aber die Richtigkeit des Parkens – jedoch würden aufgrund der nicht mehr zu erkennenden Parkmarkierungen keine Verstöße geahndet. Strafzettel gebe es nur wegen anderer Verstöße. „Für die Erneuerung der Markierungen ist die Stadt nicht zuständig“, sagt Kilchling außerdem. „Dies obliegt dem Grundstückseigentümer.“

Das könnte Sie auch interessieren

Das ist die Kirchengemeinde St. Josef. „Wir kennen solche Vorfälle aus eigener Erfahrung“, bestätigt dort der Verwaltungsbeauftragte Peter Senft. Auch Besucher des Pfarrerbüros hätten Strafzettel erhalten. Bei der Kirche habe sich allerdings noch niemand beschwert.

Auf Rückfrage bei der Stadt habe man auch ihnen mitgeteilt, dass die Verteilung von Strafzetteln nichts mit dem Verblassen der Markierungen zu tun habe. Gründe für die Knöllchen seien vielmehr die Überschreitung der Parkzeit, die dort auf anderthalb Stunden begrenzt ist, oder das Fehlen einer eingestellten Parkscheibe. Das Verblassen der Markierungen selbst sei der Kirche nicht als Problem aufgefallen. Man werde das prüfen und gegebenenfalls eine Erneuerung beantragen.