Als am 11.11. das Nierli-Essen im Bürgersaal stattfand, prophezeite ein Cliquenmitglied, dass dies wohl der einzige fasnächtliche Anlass in Rheinfelden sein werde. Nun hat sich das bestätigt. Wegen der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie sieht sich die Narrenzunft Rheinfelden gezwungen, sämtliche Veranstaltungen abzusagen, teilte Oberzunftmeister Michael Birlin mit. Zu den prominentesten Großveranstaltungen der Zunft, die nun der Pandemie abermals zum Opfer fallen, zählen die Ordensverleihung, der Zunftabend sowie der grenzüberschreitende Narrenumzug. Birlin deutet an, dass es eventuell die Möglichkeit gäbe, zumindest die Ordensverleihung im Frühling nachzuholen.

Mit dieser Entscheidung steht Rheinfelden nicht alleine da, auch die Narrenzunft Karsau hatte sich bereits früh entschieden, sowohl den Zunftabend als auch die Kinderfasnacht abzusagen. Und: In Anbetracht der aktuellen Corona-Lage sagen die beiden Rheinfelden außerdem den für Anfang Januar geplanten gemeinsamen Neujahrsempfang ab. Stattdessen wird es im Frühjahr einen gemeinsamen Bürgerempfang geben. „Es tut uns im Herzen weh, dass wir nun bereits zum zweiten Mal in Folge den gemeinsamen Neujahrsempfang absagen müssen“, erklärte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt am Donnerstag.

Beiden Städten sei es ein großes Anliegen, das Zusammenkommen im Frühjahr, wenn sich die Corona-Lage wieder entspannt hat, „nachzuholen“. „Ich freue mich, dass unsere Schwesterstadt die Idee eines gemeinsamen Bürgerempfangs im Frühjahr spontan mitträgt und danke für das Verständnis auf Schweizer Seite“, so Eberhardt.

Das Kulturamt hatte zudem bereits angekündigt, dass es mindestens bis Mitte Januar keine städtischen Kulturveranstaltungen geben werde. Auch das geplante Neujahrskonzert zum Jubiläumsauftakt fällt flach.