Rheinfelder Christen waren am Samstag gemeinsam unterwegs. Sie beteten und gingen spazieren für Rheinfelden, das sein 100-Jahre-Jubiläum begehen wird. Diese Premiere ist gelungen. Um die 40 Gäste kamen in die Christuskirche, danach pilgerten Frauen und Männer bei Sonnenschein entlang des Sieben-Stationen-Rundkurses.

Zwanglos konnte jeder Teilnehmer entscheiden, wann er die Gruppe verlassen will. Jeder ging den Weg für sich, nur Paare gemeinsam. Martin Ochsenhirt-Schmidt ist der Initiator dieser konfessionsübergreifenden Initiative „Beten und Laufen für Rheinfelden“, ihm zur Seite steht ein zuverlässiges, engagiertes Team vom Christen, und er zog das Fazit: „Ich bin hochzufrieden. Unser Ziel ist es, Menschen dazu anzuregen, ihre Anliegen für die Stadt vor Gott zu bringen und um Frieden für die Menschen, die in dieser Stadt arbeiten und leben, zu beten.“

Das könnte Sie auch interessieren

„Rheinfelder Christen gemeinsam unterwegs“ begann am Samstagvormittag in der Christuskirche, die Pfarrer Joachim Kruse gerne zur Verfügung stellte. Zu den Gästen zählte Pfarrer Andreas Brüstle, Leiter der Katholischen Seelsorgeeinheit Rheinfelden. Die Gläubigen trafen sich und Gott mit Worten, Gesang und Musik, ohne dass ein Pfarrer die Leitung übernommen hatte. Es war ein angenehmer und würdiger Lobpreis – Christen für Christen. Der musikalische Teil wurde eindrücklich von Lisa Saporito (Sängerin) und den Musikern Richard Müller und Martin Ochsenknecht-Schmidt gestaltet.

Gebetsboxen an sieben Stationen

Allerbester Laune begaben sich die Christen auf den Weg. „Wir haben nur einen Gott. Es ist klasse, wenn man ohne religiöse Trennung, wenn man sich konfessionslos trifft. Die Gebetskästen an den Stationen sind mir ein großes Anliegen, damit wir angehalten werden inne zu halten“, verdeutlichte Sylvia Eggs-Greiner. Die Gebetsboxen sind angebracht bei der Christus- und St. Josefskirche, Adelbergkirche, Chrischona-Gemeinde, am Paulus-Saal, Tutti Kiesi und beim Familienzentrum. In diesen Kästchen befinden sich Gebetsanregungen, zum Beispiel: „Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, wacht der Wächter umsonst.“ Dazu der Ratschlag: „Wir können und müssen nicht immer die Kontrolle über alles behalten. Geben Sie sie an Gott ab und vertrauen Sie auf sein Wirken.“

Das könnte Sie auch interessieren

„Um so für die lieben Menschen, für die Stadt zu beten und den Geist anzuregen, das ist eine wunderbare Idee. Zu Gott kommen, ist das Beste, was man machen kann. Und wenn es konfessionsübergreifend ist, umso besser“, stellte Markus Dede von der Alt-Katholischen Gemeinde fest. Ein weiteres Ziel der Gruppe Beten und Laufen ist es, weitere Gebetsstationen außerhalb Rheinfeldens, in seien Ortsteilen, einzurichten.