Bei der Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Herten standen Referate zu den Themen Klima, Arbeit und Wohnen, im Mittelpunkt. Sie wurden von den anwesenden zehn Mitgliedern kontrovers diskutiert. Der Vorsitzende des Ortsvereins, Nico Kiefer, wurde zudem geehrt.

Mit den Worten „wir haben schöne Zeiten wie nie und es geht nur noch vorwärts“ eröffnete Kiefer die Versammlung. Er meinte damit die aktuellen Wahlprognosen für die SPD zu den Bundestagswahlen am 26. September. Gleichzeitig mahnte er zur Vorsicht, man solle den Tag nicht vor dem Abend loben. Doch momentan gehe es für die SPD nur noch vorwärts.

In seinem Einstiegsreferat zum Thema Klima betonte Nico Kiefer, der Klimawandel scheine zum größten Einschnitt in der Lebensqualität der Menschen zu werden. Es sei daher an der Zeit, alternative Energieformen zu fördern und umzudenken. Dazu zählte er neben der Solarenergie die Wasserstofftechnologie sowie die Windenergie. Gleichzeitig müsse es um Energieeinsparung und die Verringerung der CO2-Emissionen gehen. Ziel der SPD sei es, in 24 Jahren Klimaneutralität zu erreichen.

Kritisch äußerte sich SPD-Vorstandsmitglied Alfred Winkler zu den vorgegebenen energetischen Maßnahmen wie der Auflage, auf jedem Haus Solaranlagen zu montieren. All dies würde dem Weltklima nichts nützen, so das SPD-Urgestein, im Übrigen müsse man sich vergegenwärtigen, dass sämtliche Energiemaßnahmen ihren Preis hätten und die Menschen finanziell belasten würden. Insofern trete die SPD für eine sozialverträgliche Energiewende ein. „Soziale Belange“ beim Wohnungsbau, insbesondere bei der Förderung des sozialen Wohnungsbaus, müssten in den Vordergrund gerückt werden, stellte Winkler das Thema Wohnen in den Mittelpunkt seines Referats. Er skizzierte ein von steigenden Miet- und Grundstückspreisen geprägtes Bild, das auch durch gesetzlich fixierte ökologische Standards beeinflusst wird. Für den sozialen Wohnungsbau forderte er eine längere Mietpreisbindung.

Der stellvertretende Vorsitzende des Ortsvereins, Thomas Dietsche, setzte sich für gerechtere Löhne, sichere Arbeit sowie eine Aufwertung sozialer Dienstleistungsberufe ein.

Nico Kiefer sei seit zehn Jahren ein bemerkenswertes Mitglied, das bereits mit 16 Jahren in die Partei eintrat, lobte Dietsche den Vorsitzenden. Er war und ist in zahlreichen Funktionen aktiv, wie beispielsweise im Jugendparlament der Stadt Rheinfelden, im Kreisverband sowie im Ortschaftsrat. Ebenso engagiere sich Kiefer als Fraktionsvorsitzender der SPD im Ortschaftsrat und als zweiter stellvertretender Ortsvorsteher. Der Ortsverein habe noch nie einen so jungen, innovativen und engagierten Vorsitzenden gehabt, zeigte sich Thomas Dietsche erfreut.

Zu Delegierten für den Kreisparteitag wurden in der Versammlung Nico Kiefer und Regina Wessely gewählt, Ersatzdelegierte sind Thomas Dietsche und Hans Schiffmann.