„Politisch habe ich Verständnis für den Entscheid, aus sachlicher Sicht könnte man es anders sehen“, sagt Thomas Kirchhofer, Geschäftsführer und Mitinhaber der Parkresort Rheinfelden Holding AG. Seit dieser Woche dürfen Fitnessstudios und Gastro-Terrassen wieder öffnen, die Innenbereiche von Wellnessbetrieben und Bädern müssen hingegen für die Öffentlichkeit weiterhin geschlossen bleiben. Außen dürfen sie wie bisher ihre Anlagen offen halten.

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Diese Unterscheidung zwischen Innen und Außen macht für Kirchhofer sachlich keinen Sinn: „Die Luft wird gefiltert und der Luftmengen-Austausch im Badbereich ist so groß, dass es technisch eigentlich keinen Unterschied zwischen drinnen und draußen gibt. Ich bin mir aber bewusst, dass es nicht für jeden Spezialfall eine Sonderlösung geben kann.“ Insgesamt sind die Lockerungen, welche der Bundesrat vergangene Woche beschlossen hat, „am oberen Rand meiner Erwartungen“, sagt Kirchhofer. „Mit dem pragmatischen Vorgehen des Bundesrates kann ich gut leben. Ich möchte nicht in den Schuhen der Politiker stecken.“

Hohe Ausfälle im „Sole uno“

Für den Wellnessbetrieb „Sole uno“, der zum Parkresort gehört, ist der anhaltende Lockdown aber mit hohen Ausfällen verbunden: „Pro Monat fehlt uns ein Umsatz von rund einer Million Franken“, erklärt Kirchhofer. Das Innenbad ist zwar in Betrieb, doch es darf in der aktuellen Situation nur von Gästen des Park-Hotels oder von Patienten der Klinik Salina für die Wassertherapie genutzt werden. Auf eine Öffnung des Außenbereichs für die Öffentlichkeit verzichtet das „sole uno“. „Das würde zu einem Chaos und zu bösem Blut führen. Denn während Hotelgäste und Patienten das Innenbad benützen dürfen, wäre für normale Besucher nur die Außenanlage offen“, schildert Kirchhofer.

Park-Hotel gut ausgelastet

Immerhin: Dank der neuesten Lockerungen dürfen das kleine Fitnessstudio des Parkresorts und die beiden Außenterrassen des Park-Hotels öffnen. „Das ist schön, auch wenn das Fitnessstudio aus finanzieller Sicht für uns nicht groß ins Gewicht fällt“, so Kirchhofer. Als erfreulich wertet er die aktuelle Auslastung des Park-Hotels. „Unter der Woche verzeichnen wir eine Belegung von rund 50 Prozent, am Wochenende sind es zirka 75 Prozent. Das hat uns positiv überrascht.“ man habe viele Gäste aus dem Raum Basel, aber auch aus der Romandie. Vereinzelt kämen auch Gäste aus Deutschland. Insgesamt bleibt finanziell aber ein großes Loch. Kirchhofer hofft, dass durch die Härtefallverordnung rund 25 Prozent des Umsatzrückgangs entschädigt werden. Aktuell befindet sich noch rund ein Drittel der Mitarbeiter des Parkresorts in Kurzarbeit. Wie lange, ist ungewiss. Kirchhofer rechnet mit einer Wiedereröffnung des „Sole uno“ frühestens Ende Mai, vielleicht auch erst im Juni.