Mit der Schulranzenaktion hilft die Bürgerstiftung Rheinfelden einkommensschwachen Familien. Die Aktion wiederum kann durch den Kauf der Stiftungstaler unterstützt werden. Das leckere Buttergebäck gibt es im Dorfladen Karsau. Im Dorfladen Karsau gibt es neben Eiern und Gemüse auch selbst zubereitetes Bauernbrot, Spinat-Feta-Taschen, Schoggi-Weggli und Linzertorten. Die Backstube läuft gut, und es bräuchte noch einen Bäcker zur Unterstützung. Seit Anfang des Jahres verkaufen Ingrid Mutter-Wilhelm und Isabelle Wilhelm auch den Stiftungstaler der Bürgerstiftung Rheinfelden. Das leckere Buttergebäck wird aus Butter, Mehl, Zucker und Eiern gemacht. Von Hand ausgerollt, ausgestochen und mit einem Herzstempel in der Mitte versehen.

Gebäck äußerst beliebt

Langfristig soll das große Gebäckstück aber eine Prägung mit dem Schriftzug der Bürgerstiftung bekommen. Das süße Gebäck ist nicht nur bei Kindern beliebt, sondern schmeckt auch gut zu einem Kaffee, meint Ingrid Wilhelm-Mutter. Den Stiftungstaler gibt es für 1,80 Euro, von denen 50 Cent zugunsten der Schulranzenaktion an die Bürgerstiftung gehen.

Die Idee zum Stiftungstaler geht auf die stellvertretende Vorsitzende Cornelia Rösner zurück, die auf der Klausurtagung der Bürgerstiftung im September 2019 vorgeschlagen hatte, ein Bürgerbrot zu backen. „Seit 2019 machen wir uns Gedanken, wie wir unsere Bekanntheit steigern können und Spenden generieren können“, erklärt Vorsitzender Norbert Dietrich. Rösners Vorschlag kam gut an und sie suchte den Kontakt zum Dorfladen. Allerdings stellte sich die Umsetzung als zu schwierig dar, denn es hätte dazu ein neues Brot im schon vielfältigen Angebot des Dorfladens kreiert werden müssen. Wilhelm-Mutter und Wilhelm schlugen anstelle eines Brotes das Buttergebäck als Stiftungstaler vor. „Die Stiftungstaler erfreuen sich großer Beliebtheit“, freut sich Rösner und Dietrich ergänzt: „Die Leute, die den Taler im Dorfladen einkaufen, denken dabei an die Bürgerstiftung.“

Schulranzenaktion seit zwölf Jahren

Seit zwölf Jahren gibt es die Schulranzenaktion, die anfangs vom Quartiersmanagement des SAK Lörrach und der Rheinfelder Stadtverwaltung durchgeführt wurde. Erstmals 2019 übernahm die Bürgerstiftung die vollständige Finanzierung des Projektes und seit 2020 die komplette Organisation. „Für uns ist die Aktion besonders wichtig, weil wir nach dem Credo handeln: Gleiche Bildungschancen für alle“, sagt Rösner.

Isabelle Wilhelm (von links) und Ingrid Mutter-Wilhelm vom Dorfladen Karsau überreichen die ersten Einnahmen durch den Verkauf der Stiftungstaler an Norbert Dietrich und Cornelia Rösner von der Bürgerstiftung Rheinfelden.
Isabelle Wilhelm (von links) und Ingrid Mutter-Wilhelm vom Dorfladen Karsau überreichen die ersten Einnahmen durch den Verkauf der Stiftungstaler an Norbert Dietrich und Cornelia Rösner von der Bürgerstiftung Rheinfelden. | Bild: Horatio Gollin

Die Ausstattung eines Kindes mit Ranzen, Mäppchen, Turnbeutel und Vesperbox zum Schuleintritt ist finanziell aufwendig und mit der Schulranzenaktion werden einkommensschwache Familien unterstützt. „Wir verteilen keine gebrauchten Schulranzen, damit es keine Stigmatisierung gibt“, sagt Rösner. „Zur Einschulung ist es für Kinder wichtig, einen neuen Schulranzen zu haben.“ Rösner ergänzt, dass die Sparkasse Lörrach-Rheinfelden die Aktion noch mit Wasserfarbkasten unterstützt.

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Die Schulranzenaktion läuft nicht nur zum Schuljahresbeginn, sondern das ganze Jahr lang. Den Bedarf melden die Kooperationspartner aus dem Netzwerk Jugend sowie die Kindertageseinrichtungen anonym an die Bürgerstiftung. Im vergangenen Jahr verteilte die Bürgerstiftung 25 Schulranzen an die Kooperationspartner, die sie an Kinder weitergaben. Für das kommende Schuljahr wurden schon 20 Schulranzen für Grundschüler und sechs Schulrucksäcke für Schüler, die auf weiterführende Schulen wechseln, angefordert. Für die Schulranzenaktion ist auch eine Einzelspende über 2000 Euro an die Bürgerstiftung eingegangen, sagt Rösner. Angesichts der Kosten für die Ausstattung eines Kindes ist jeder Betrag willkommen, wie auch der Erlös aus dem Verkauf der Stiftungstaler. 500 Stiftungstaler wurden seit Jahresbeginn verkauft und jüngst überreichten Wilhelm-Mutter und Wilhelm die eingenommenen 250 Euro an Rösner und Dietrich.