Rosa Strittmatter wurde am 21. November 1914 in Fahrnau geboren und wuchs im Wiesental auf. Rheinfelden war ihr bereits von Besuchen in Kindertagen bekannt. Verwandte bewohnten damals eine Wohnung im Oberrheinischen Hof. Heimlich nahm Rosa mit ihrer Freundin an den dortigen legendären Tanzabenden teil.

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Sie erlebte, dass der Rhein im Jahre 1928 zugefroren war, der Wasserturm der Wasserversorgung diente und die Christuskirche gebaut wurde. In jungen Mädchenjahren ging sie, aus Lust an der Freude, zu einer Wahrsagerin, die ihr prophezeite, dass sie uralt werden und sieben Kinder bekommen würde. Davon glaubte sie damals kein Wort.

Sieben Kinder

Ihr späterer Ehemann arbeitete zunächst im Rheinfelder Bauhof. Nach seiner Kriegsverletzung war das nicht mehr möglich und er fand eine Anstellung im Rathaus, damals noch in der Friedrichstraße. Mit ihm bekam sie tatsächlich sieben Kinder, sechs Söhne und eine Tochter. Rosa Strittmatter war im Stadtleben sehr engagiert. Ihre Leidenschaft war das Theaterspielen. Im Altenbühneli war sie bis zu dessen Auflösung 1990 tatkräftig aktiv. Texte lernen, Bücher lesen und Gedichte auswendig vortragen – all das hielt sie bis ins hohe Alter geistig fit.

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Für die Arbeiterwohlfahrt organisierte sie erinnerungswürdige Theateraufführungen mit Kindern. Mit ihrer temperamentvollen Art begleitete sie unzählige Schulklassen- und Ferienfreizeiten. Rheinfelden hat sie immer gemocht, vor allen Dingen wegen des Rheins. Deswegen führte ihr Sonntagsspaziergang oft über die Rheinbrücke zum Feldschlösschen und zum Bierstangenessen. Rosa Strittmatter ist im Februar 2018 im hohen Alter von 103 Jahren in Rheinfelden gestorben.