Fahrraddiebe sind in der Schweizer Nachbarstadt derzeit wieder besonders aktiv. Vergangene Woche ist am Dienstag um 17.45 Uhr ein E-Bike vor einem Velogeschäft in der Rheinfelder Altstadt entwendet worden. Obwohl ein Alarm ausgelöst wurde, konnte der dreiste Dieb mit dem teuren Rad entwischen. Das ist kein Einzelfall. „Während der Coronazeit waren kaum Diebstähle zu verzeichnen. In den vergangenen Wochen haben sich die Anzeigen gehäuft“, erklärt Hansueli Loosli, Leiter der Regionalpolizei Unteres Fricktal. Alle Arten von Velos werden geklaut – in zunehmendem Maße auch E-Bikes.

Eigentliche Hotspots für Diebstähle sind die Bahnhöfe: „Dort ist die Auswahl an Fahrrädern relativ groß. Aber auch Diebstähle aus Kellern oder Tiefgaragen sind zahlreich. Oft sind dort die Fahrräder nicht zusätzlich gesichert“, schildert Loosli. Wird ein Diebstahl gemeldet, schreibt die Polizei das Velo zur Fahndung aus. Die Polizei geht auch eingegangenen Hinweisen nach. Bei Diebstählen ist aber nicht die Regionalpolizei, sondern die Kantonspolizei zuständig. „Wenn bei Kontrollen Radfahrer und Fahrrad nicht zusammenpassen oder sich sonst Verdachtsmomente ergeben, erfolgt eine Überprüfung im Fahndungsregister. Die Aufklärungsquote ist eher bescheiden“, erklärt Loosli. Wie er weiter ausführt, sind im Zusammenhang mit der Entwicklung des Rheinfelder Bahnhofareals gut gesicherte und einsehbare Abstellanlagen und Velostationen geplant. „Bis es soweit ist und aufgrund der aktuellen Situation will die Stadt Rheinfelden die bestehenden Veloabstell-Anlagen rund um den Bahnhof videoüberwachen. Mit der Videoüberwachung von Veloabstellplätzen bei den Schulanlagen haben wir bereits positive Erfahrungen gemacht“, erläutert Loosli.

Viele Opfer von Diebstählen vermuten, dass die wertvollen Velos schnell über die Grenze nach Deutschland geschafft werden. Dazu meint Loosli: „Es gibt verschiedene Tätergruppierungen. Jene, die das Velo bloß für den Heimweg „ausleihen“, um es dann irgendwo stehen zu lassen. Der lokale Einzeltäter, der die Velos im Internet verkauft oder die organisierten Gruppierungen, die Fahrräder gezielt ins Ausland schaffen.“

In den vergangenen Jahren ist die Zahl der gemeldeten Velodiebstähle aber zurückgegangen, wie Loosli betont. 2017 zählte die Repol Unteres Fricktal 369 Anzeigen, 2018 waren es 277 und im vergangenen Jahr 259.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €