Getrennte Wege gehen die Planungen fürs zentrale Feuerwehrgerätehaus und das Zwischenlager für Erdaushub an der Römerstraße. Wie berichtet, hatte das Landratsamt in der Offenlegung weitere Untersuchungen gefordert, was jedoch den Zeitplan fürs Feuerwehrgerätehaus ins Wanken bringen würde. Deshalb werden die Verfahren nun getrennt.

Landratsamt hakt nach

Für Oberbürgermeister Klaus Eberhardt entbehrt es nicht einer „gewissen Ironie“, dass sich das Landratsamt in puncto Zwischenlager nun so positioniert. „Der Landkreis hat uns deutlich in die Bücher geschrieben, dass wir beim Aushub handeln müssen.“ Dieser Aufgabe sei die Stadt mit den Planungen an der Römerstraße nachgekommen.

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Andere Kommunen äußern Interesse

Wie berichtet, soll dort ein Zwischenlager für den Aushub städtischer Baustellen entstehen. Fünf Lagerboxen à 400 Tonnen Fassungsvermögen für unbelasteten Boden, drei für mit Dioxin belasteten. „Am Anfang unserer Planungen sind sind wir vom Landratsamt ermutigt worden.“ Bürgermeister umliegender Kommunen seien bereits auf ihn zugekommen mit der Frage, „können wir euch unser Zeug auch schicken?“, so Eberhardt.

Erst kurz vor Weihnachten habe das Landratsamt der Stadt mitgeteilt, dass auch der Bereich des künftigen Lagers auf seinen Dioxingehalt untersucht werden müsse. Das bringe einen zeitlichen Verzug mit sich, der nur schwer abzuschätzen sei.

Daher werde die Lagerfläche aus dem Bebauungsplanverfahren Feuerwehr ausgeklammert – „schweren Herzens“, wie Tiefbauamtschef Tobias Obert sagte, und nur vorläufig. Denn die Stadt brauche ein solches Lager dringend. „Deshalb werden wir mit ganzer Energie an dem Zwischenlager Römerstraße weiterarbeiten“, machte Obert deutlich, dass der Standort weiter verfolgt werde.

„Es kann natürlich sein, dass es zu viele Probleme gibt, dann müssen wir weitersehen“, so der OB. Ginge es nach Eberhardt, würde sich der Kreis um ein solches Lager bemühen. „Es wäre mal eine Aufgabe, drei, vier Standorte zu sondieren.“ Ein solches Lager könnte dann interkommunal genutzt werden. „Kleine Gemeinden sind damit doch schlicht überfordert.“ Über die weiteren Ergebnisse der Offenlage hinsichtlich des Feuerwehrgerätehauses berichten wir in einer kommenden Ausgabe.