Paukenschlag im Rheinfelder Rathaus: Diana Stöcker, seit fünf Jahren Bürgermeisterin der Stadt, möchte für die CDU in den Bundestag einziehen. Sie bewirbt sich im Wahlkreis Lörrach-Müllheim als Direktkandidatin für die Nachfolge von Armin Schuster, der im November den Bundestag verlassen und Präsident des Bundesamts für Bevölkerungs- und Katastrophenschutz werden wird.

Diana Stöcker, Rheinfeldens Bürgermeisterin,  will in den Bundestag.
Diana Stöcker, Rheinfeldens Bürgermeisterin, will in den Bundestag. | Bild: FOTOSTUDIO-WEISHEITINGER

Die E-Mail an die Presse ging am Freitagvormittag heraus. „Bis heute morgen wusste nur ein sehr kleiner Kreis, dass ich mich zur Wahl stellen werde“, so Stöcker. Da über die Nachfolge Schusters jedoch spekuliert werde und auch ihr Name immer wieder gefallen sei, sei es nun der richtige Zeitpunkt, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. „Die Wähler erwarten, dass die Nachfolge Schusters zügig geklärt wird.“ Die Nominierungsveranstaltung wird am 11. Dezember stattfinden.

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Stöcker möchte für die Christdemokraten in Berlin ihr fachliches Knowhow einbringen und eine starke Stimme für die Region sein, der sie sich sehr verbunden fühlt. „Ich glaube, im Bundestag gibt es zwei Gruppen von Abgeordneten: Diejenigen, die aus einer Parteilaufbahn heraus kommen und diejenigen, die aus verschiedenen beruflichen Bereichen ihr Wissen einbringen.“ Letzteres treffe auch auf sie und Armin Schuster zu.

Nicht ganz unerwartet

„Seit 26 Jahren arbeite ich beruflich an der Schnittstelle Wirtschaft, Verwaltung und Politik, 21 Jahre davon in dieser Region, die mir zur Heimat geworden ist. Ich bin politisch für den Kreis, den Bezirk Südbaden und den Trinationalen Eurodistrict engagiert. Mich nun als Bundestagsabgeordnete für unsere Region einzusetzen, ist für mich die konsequente Fortsetzung meiner bisherigen beruflichen und politischen Tätigkeit“, so Stöcker in der Presseinformation. Oberbürgermeister Klaus Eberhardt hat Stöcker im Vorfeld über ihre Kandidatur informiert. „Ganz unerwartet kommt für mich ihre Absicht, in einem größeren Maß als bisher politische Verantwortung zu übernehmen, nicht“, so das Stadtoberhaupt auf Nachfrage am Freitag. Stöcker habe sich in Stadt und Region mit großem Engagement und hoher Empathie insbesondere den Themen der sozialen Agenda angenommen.

Bereit für Herausforderungen

Sie engagiere sich über den Dienstauftrag hinaus in karitativen Einrichtungen. Zwischenzeitlich habe sie als Präsidentin des Districtrates in der Trinationalen Agglomeration Basel als grenzüberschreitend Verantwortung übernommen. „Für die anstehende Nominierung und weitere sich ergebende Herausforderungen wünsche ich Diana Stöcker persönlich eine glückliche Hand.“

Ihr Amt wird Stöcker, sollte sie nominiert werden, nicht vernachlässigen. „Ich arbeite derzeit 60, 70 Stunden pro Woche, vielleicht werden es dann mal nur 55 sein.“ In der heißen Wahlkampfphase würde sie sich Urlaub nehmen.

Seit fünf Jahren Bürgermeisterin

Die 50-Jährige ist seit fünf Jahren Bürgermeisterin der Großen Kreisstadt Rheinfelden und zuständig für die Bereiche Soziales, Integration, Kultur, Öffentliche Ordnung und Bürgerdienste. Der Gemeinderat wählte sie im Mai 2015 im ersten Wahlgang unter vier Bewerbern. Vor ihrem Amt in Rheinfelden war Stöcker 16 Jahre Geschäftsführerin des Innocel Innovations-Center der Stadt Lörrach.

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