Denn in nahezu identischer Form hatte ihn der Ortschaftsrat bereits im Frühjahr 2020 abgelehnt. Damals hatte die Tiefbauabteilung der Stadt die Entwässerungsgenehmigung nicht erteilt, weil der Mischwasserkanal in der Bahnhofstraße zu stark belastet sei. Außerdem bemerkte die Stadtplanungsabteilung damals, dass sich die geplante Gebäudegröße nicht in das Umfeld einfüge.

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Der erneute Bauantrag beinhaltet nun einen neuen Entwässerungsantrag. Nach Einschätzung der Tiefbauabteilung sei er nun genehmigungsfähig, sofern die Zuflussmenge in den Mischwasserkanal bis zu dessen Sanierung – und Erweiterung – durch den Einbau einer Drosselanlage auf eine maximal definierte Zuflussmenge beschränkt und der Versiegelungsgrad des Grundstücks von maximal 43 Prozent nicht überschritten wird. Das kritisierten die Ortschaftsräte aller Fraktionen. Sie teilen die Meinung, dass sich das Vorhaben nach wie vor nicht in die Umgebung einfüge. Kritik wurde auch wegen des geplante Flachdachs und hinsichtlich der geplanten Drosselanlage für die Entwässerung geäußert.

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SPD-Gemeinderat Alfred Winkler bemängelte vor allem, die Baurechtsbehörde habe in der Sache keine Inaugenscheinnahme vorgenommen. Wörtlich sagte er: „Die Stadt läuft mit nassen Hosen rum, wenn ein Rechtsanwalt einen Bauantrag stellt.“ Er bezog diese Aussage darauf, dass der neue Bauantrag juristisch so ausgefeilt wurde, dass er gegebenenfalls allein deshalb genehmigungsfähig sei. Außerdem forderte Winkler, dass von der Baurechtsbehörde sehr viel kritischer als bisher die Entwässerungsproblematik geprüft und bewertet werde. Nun soll der Bauantrag im Bau- und Umweltausschuss behandelt werden und der Ortsvorsteher die Einwände vortragen.