Historische Objekte können die Fantasie beflügeln – das hat sich am Weltgeschichtentag im Fricktaler Museum in Rheinfelden gezeigt. Besucher sollten zu ihren Lieblingsobjekten Geschichten verfassen. Das Museum öffnete dazu seine Ausstellungsräume und präsentierte zusätzlich auf seiner Webseite Objekte, die nicht in der aktuellen Ausstellung zu sehen sind.

Museumspass als Preis

Unter den Verfassern der besten Geschichten werden Schweizer Museumspässe verlost; der Autor der schönsten Geschichte zu einem Rheinfelder Objekt kann einen Museums-Pass-Musées gewinnen, mit Zugang zu Gärten, Museen und Schlössern in Deutschland, Frankreich und der Schweiz.

Zwei Objekte im Blick

„Ich liebe Geschichten. Geschichten sind das Leben für mich“, sagte die pensionierte Sozialarbeiterin und Kunstpädagogin Irene Bush aus dem Schweizer Rheinfelden, die zusammen mit dem Künstler Kurt Rosenthaler das Museum besuchte. Dieser hatte für seine Geschichte zwei Objekte im Blick: Die große Ratsche, die früher in der Karwoche anstelle des Glockengeläuts die Glaubenden an die Fastenzeit erinnerte, und die Halsgeige, die zur Schaustellung von Verurteilten am Pranger genutzt wurde. „Dazu kann man sich die tollsten Geschichten ausdenken“, so Rosenthaler. Roland Frank aus Basel wusste schon genau, über welches Objekt er schreiben will: Der Vizepräsident der Basler Galgenfischer suchte ein Modell einer Salmenwaage – leider vergebens. Diese Vorgänger der Salmengalgen genannten Fischerhütten waren im Mittelalter am Hochrhein verbreitet und Frank arbeitet an einem Buch über die Geschichte dieser Vorrichtungen.

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Insgesamt blieb das Besucherinteresse am Weltgeschichtentag im Fricktaler Museum überschaubar. Auf der Webseite des Musée imaginaire Suisse waren am nächsten Tag immerhin schon drei Geschichten zu Rheinfelder Objekten zu lesen.

Die Geschichten gibt es hier zum Nachlesen: www.mi-s.ch