Am 13. Januar 2020 feierten Rheinfelder aus Baden und der Schweiz einen gemeinsamen Neujahrsempfang im Bahnhofsaal in der Schweizer Nachbarstadt – nicht ahnend, was für ein Jahr man da – in guter Tradition grenzüberschreitend – willkommen heißt. Für den 8. Januar 2021 wäre die Einladung auf deutscher Seite erfolgt – wäre die Corona-Pandemie schon ausgestanden.

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Stattdessen haben Oberbürgermeister Klaus Eberhardt und Stadtammann Franco Mazzi sich in Videobotschaften an ihre Bürger gewandt. Zu sehen sind die Clips auf den jeweiligen Homepages – wir haben uns reingeklickt.

„Corona hat uns in Beschlag genommen“, so Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, der zu Beginn des Videos neben seinem Schweizer Kollegen Franco Mazzi steht – mit Mundschutz versteht sich. Man lasse sich jedoch nicht entmutigen und habe entschieden, wenigstens digital einen Empfang zu veranstalten; „in der gleichen Herzlichkeit mit den gleichen Wünschen“. Mazzi wünscht allen Rheinfeldern, dass bald schon wieder Begegnungen wie vor der Pandemie möglich sein werden.

Pandemie verändere alles

Klaus Eberhardt beginnt seine Ansprache mit einer Frage, die sich wohl viele gestellt haben: Wie vermaledeit war eigentlich das Jahr 2020? Der Auftakt sei noch verheißungsvoll gewesen, doch die Corona-Pandemie habe alles verändert. Trottoirfest, Brückensensationen, Silvester – Eberhardt lässt Revue passieren, auf was die Bürger alles verzichten mussten, im privaten wie im gesellschaftlichen Leben. Es sei wichtig, so Eberhardt, ein Gegenbild zu zeichnen, „als Zeichen der Zuversicht“. Dazu zähle etwa entschlossenes Handeln, denn dies sei immer der halbe Weg zur Rettung, zitiert der Oberbürgermeister den Schweizer Pädagogen Pestalozzi. Das gelte sowohl für die Pandemie als auch für die Bewältigung der finanziellen Schieflage.

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Daneben werde die Stadt in 2021 auch in Zukunft investieren – in Schulen, Kitas oder den Klimaschutz. Zuletzt nennt Eberhardt das „Gemeinschaftsleben in Solidarität“, das ein Zeichen der Zuversicht sei. Dazu zähle das hohe ehrenamtliche Engagement in der Stadt. „Rheinfelden kann Solidarität“. Die Stadt lebe von ihren vielen Anlässen, getragen durch Vereine, Institutionen und Gruppen. „Das sollten wir auch im vor uns liegenden Jahr beherzigen, damit wir an innerer Stärke gewinnen und Corona trotzen“, so Eberhardt.

Sein Schweizer Amtskollege Mazzi beruft sich auf Matthias Horx, Trend- und Zukunftsforscher, der das Jahr 2020 „annus horribilis“ nennt – das schreckliche Jahr. Solange man aber in der Lage sei, solche Erfahrungen anzunehmen, so bleibe Zukunft möglich, so Mazzi.

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Der Stadtammann Franco Mazzi erinnert in seiner Ansprache an wichtige Infrastrukturprojekte in der Schweizer Nachbarstadt, die gegen Ende Jahr ein leichtes Wachstum auf nun 13500 Einwohner verzeichnen kann, und wirft einen Blick auf kommende Investitionen. 2021 steht die Nachbarstadt übrigens unter dem Motto „Rheinfelden, Natur und Energie.“