Im Oktober 2020 war Pfarrer Brüstle, ein gebürtiger Freiburger, zum Leiter der Seelsorgeeinheit ernannt worden. Im Rahmen der Eucharistiefeier bekam er von Dekan Gerd Möller die von Erzbischof Stephan Burger unterzeichnete Ernennungsurkunde überreicht.

„Ich freue mich, dass du dich in dieses Amt hast stellen lassen“, sagte Dekan Möller. „Es ging ja sehr lange, bis wir die Stelle neu besetzen konnten.“ Brüstle wurde 2002 zum Priester geweiht. Die Leitung der Rheinfelder Seelsorgeeinheit mit rund 11.500 Katholiken in sieben Pfarrgemeinden hatte er zum 1. Oktober angetreten. „Ich habe mich gut eingelebt, noch nicht endgültig, aber ich fühle mich schon sehr wohl“, meinte der 48-jährige Brüstle gegenüber der Zeitung. Besonders die Lage der Stadt in der Grenzregion gefalle ihm sehr gut.

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„Für uns ist heute ein ganz wichtiger, großer Tag mit der Investitur von Pfarrer Andreas Brüstle“, begrüßte Günter Schmidt, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, die Glaubenden. „Ich freue mich, dass nach dem Start im Oktober heute die Einsetzung erfolgt.“ Nachdem sich Brüstle gegenüber Möller zum Glauben bekannt hatte, war die Investitur vollzogen.

Im Anschluss leitete er den mit Diakon Michael Schmidt und zahlreichen Gemeindemitgliedern ausgestalteten Gottesdienst. Aufgrund der Corona-Pandemie war nur jede zweite Bank in der Kirche mit wenigen Glaubenden besetzt, die sich online zu dem Gottesdienst hatten anmelden müssen. Der Gottesdienst endete mit dem Spendung der durch Pfarrer Brüstle geheiligten Gaben von Brot und Wein an die Glaubenden.

„Wie ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk“

Rheinfeldens Oberbürgermeister Klaus Eberhardt wohnte dem Gottesdienst ebenfalls bei. „Auch die Stadtverwaltung ist froh, wieder einen katholischen Pfarrer in der Stadt zu wissen“, sagte Eberhardt, der im Oktober schon ein erstes Gespräch mit Brüstle geführt hatte. „Das war kein Kennenlerngespräch, statt dessen haben wir schon über zahlreiche Themen gesprochen“, sagte Eberhardt, der damals von der guten Ortskenntnis Brüstles und seinem offenen Blick für die Stadt überrascht wurde.

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Für die evangelische Gemeinde wandte sich Pfarrer Joachim Kruse an Brüstle und überbrachte auch die Grüße der altkatholischen Gemeinde und der Chrischona-Gemeinde. „Es ist schön, dass du hierher gekommen bist. Die heutige Einführung ist wie ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk“, meinte Kruse, der auf eine weitere gute Zusammenarbeit der Kirchen in Rheinfelden hoffte. Aufgrund der Pandemie war eine anschließende Feier nicht möglich, aber Pfarrer Brüstle versprach den Glaubenden, dass ein Fest im Pfarrgarten nachgeholt werde, sobald die Corona-Pandemie vorbei sei.