Nächtliche Lärmbelästigungen durch Raser waren Thema im Kernstadtbeirat. Dabei kamen auch Anwohner zu Wort. In der Rheinbrückstraße habe den Verkehrsraudis mit Kontrollen Einhalt geboten werden können, sagte Heidi Weiß, stellvertretendes Beiratsmitglied.

Als Anwohnerin verwies sie darauf, dass es zwischen 22 und 2 Uhr immer wieder auch störende Rasereien in der Werderstraße, Schillerstraße und Güterstraße gebe.

Eine Zuhörerin aus der Güterstraße bekräftigte, dass es im dortigen Quartier fast jede Nacht Ruhestörungen gebe.

Weiß kritisierte eine Ungleichbehandlung der zwei Wohnlagen seitens der Behörden, da in der Rheinbrückstraße nach einer Unterschriftenaktion mit 25 Unterzeichnern schnell interveniert worden sei, während in der Güterstraße und den umliegenden Straßen trotz einer Unterschriftenliste mit 50 Unterzeichnern seit Längerem nichts unternommen worden sei.

Sie habe im vergangenen Jahr in der Güterstraße nur einmal eine nächtliche Kontrolle bemerkt, so die Anwohnerin, die aber im Kurvenbereich stattfand, wo nicht gerast werde.

Beiratsmitglied Wilfried Basler berichtete als Anwohner, dass auch auf der Nollinger Straße nachts Autoraser unterwegs seien. Hans Henninger ergänzte, dass Raser nachts auch den Kaufland-Parkplatz in der Schildgasse aufsuchten. Zudem würden sie im Tunnel des Äußeren Rings „Rennen“ fahren. Das Problem habe zugenommen, da waren sich alle einig.

Beiratsmitglied Tim Schick erinnerte daran, dass die Problematik in der Güterstraße und den umliegenden Straßen schon 2019 mit dem Ordnungsamt besprochen worden war und damals eine Steigerung der Kontrollen zugesagt wurde.

In Lörrach hätte man das Problem durch das Aufstellen von Blitzersäulen an neuralgischen Punkten in den Griff bekommen, sagte Henninger. Das würde nur zu einer Verlagerung des Problems führen, befürchtete Beiratssprecher Jürgen Maulbetsch. Er will das Thema nochmal beim Ordnungsamt ansprechen.