Die Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins Rheinfelden sammelt das ganze Jahr über Unrat und vergessene Gegenstände in der Landschaft. Das ist für sie selbstverständlich. Clean-up-Days, zu deutsch Aufräumtage, hieß vergangene Woche eine Aktion im gesamten Schwarzwald. Gruppen aus Vereinen, Schulen und Betrieben nahmen teil.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Rheinfelder Mitglieder sind aktiv und mit offenen Augen in der Natur unterwegs, jetzt hat sich der Ortsverein 20 „Abfall-Säckle“ angeschafft. „Damit statten wir unsere Wanderführer sowie den Vorstand aus. Je nach Bedarf ordern wir noch mehr dieser grünen Säckchen“, freut sich Vorsitzender Christian Schulz. Das Säckchen ist wasserdicht, symbolisch sind zwei Wanderschuhabdrücke darauf und ein Appell darf nicht fehlen: „Liebe Wanderer, bitte denkt an unsere herrliche Natur und nehmt nichts mit außer Eindrücken und Fotos. Hinterlasst nichts außer Fußspuren und nehmt Euren Abfall mit nach Hause. Vielen Danke für Eure Hilfe!“

Mit Wäscheklammer und Abfallsack

Schriftführerin Susanne Eberle macht das Säckchen samt Wäscheklammer an ihrem Rucksack fest. Die Wäscheklammer benutzt sie dann als Zange, um so Taschentücher & Co. hygienisch aufzunehmen. Wanderführer und Vizevorsitzender Herbert Bächle weiß aus eigener Anschauung: „Auf Wanderungen und Rastplätzen liegt viel Unrat herum, unsere Idee ist es, in dem stabilen Säckchen mehr Müll mit nach Hause zu nehmen, als wir selber mitgenommen haben. Man ist sich gar nicht bewusst, wie viel Müll herumliegt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Renate Fester gehört auch zum 20-köpfigen Wanderführer-Team, neben den jährlichen Wanderungen macht sie auch bei Anlässen der Nordic-Walking-Gruppe mit. „Wir waren im Nollinger Wald und hatten zwei blaue Müllsäcke voll. Mich wundert es, wie viel Dreck rumliegt“, sagt sie. Christian Schulz berichtet zudem von einer Vereinskollegin, die beim Laufen Zigarrenkippen aufsammelt.

Die neuen Abfallsäcke sind dafür gedacht, bei jeder Wanderung mitgenommen werden zu können. Dass während der Corona-Zeit beliebte Wanderwege und Strecken mehr in Anspruch genommen wurden und dort noch mehr Unrat als sonst liegen geblieben ist, davon kann Christian Schulz berichten.

300 Mitglieder im Verein

Mehr als 300 Mitglieder hat die Ortsgruppe, davon laufen regelmäßig zwischen 80 und 100 Personen mit. Schulz‘ Fazit: „Durch Corona ist vielen Menschen die Natur und das Wandern bewusster geworden.“ Mit Blick ins nächste Jahr und der 100-Jahr-Feier Rheinfeldens will die Ortsgruppe sich mit Aktionen beteiligen.

„Wir werden zum Beispiel mehrere Bannwanderungen in und um Rheinfelden anbieten und gehen nach wie vor in den Schwarzwald, Jura, die Vogesen und Alpen“, lädt Christian Schulz alle Mitglieder und solche, die es werden möchten, ein.