Es ist ein bescheideneres Volumen als in den Vor-Corona-Jahren, aber angesichts der mittelfristigen Finanzaussichten und der Vielzahl an geplanten Projekten doch eine ordentliche Stange Geld: 2022 wird die Stadt Rheinfelden rund 14 Millionen Euro investieren. Der Fokus liegt dabei auf Kitas, Schulen und dem zentralen Feuerwehrgerätehaus, aber auch auf der Infrastruktur.

Die größte Einzelinvestition ist die erste Tranche für das Feuerwehrgerätehaus mit 4,6 Millionen Euro. 1,8 Millionen Euro werden in die Erweiterung der Paulus-Kita fließen, sofern das Projekt zustande kommt. Denn dafür wurde ein von der evangelischen Kirchengemeinde gestellter Förderantrag ans Land abgelehnt, sodass hier erst einmal ein Stopp eingelegt wurde. Auch die Kita Bienenkorb soll erweitert werden, dafür stehen 250.000 Euro im Investitionsplan. Viel Geld fließt auch in die Schulen: Mit 850.000 Euro schlägt eine neue Brandmeldeanlage im Georg-Büchner-Gymnasium zu Buche, für die Erneuerung der naturwissenschaftlichen Räume an der Realschule plant die Stadt 735.000 Euro ein. Der erste Sanierungsschritt für die Fécamphalle – die für den Schulsport, aber auch von vielen Vereinen genutzt wird, kostet 650.000 Euro.

Mit 590.000 Euro rechnet die Verwaltung für den Ausbau der Römerstraße und die Gestaltung des Rathausplatzes in Herten im Zuge des Sanierungsprogramms „Ortskern II“ ist mit knapp 500.000 Euro veranschlagt. In die Herstellung von Ausgleichsflächen sollen 371.000 Euro fließen. Eine weitere Million Euro ist als Kapitalverstärkung für das Bürgerheim gedacht. Im Hauptausschuss brachte Gustav Fischer (SPD) auf den Punkt, was wohl viele der Mitglieder dachten: „Wir können trotzdem etwas gestalten, 14 Millionen Euro ist eine ansehnliche Summe.“ In den kommenden Jahren aber schnallt die Stadt den Gürtel wieder um einiges enger: 2023 sind Investitionen in Höhe von 10,5 Millionen Euro vorgesehen, 2024 noch 7,3 Millionen. In Summe stehen bis ins Jahr 2025 Investitionen von mehr als 40 Millionen Euro an.

Die Finanzierung steht auf verschiedenen Füßen wie Zuschüssen, Überschüssen aus dem Ergebnishaushalt oder dem Verkauf von Grundstücken. Aber auch in die eigenen liquiden Mittel greift die Stadt kräftig hinein, das Sparschwein magert von knapp 20 Millionen Euro (Stand 2021) bis 2025 auf 2,8 Millionen Euro ab.