Geboren am 4. April 1922 in Rothenburg ob der Tauber, hat Lore Wallenborns Lebensweg über Posen, Königsberg, Salzburg, Budapest, Stuttgart und schließlich nach Rheinfelden geführt, wo sie für sich und ihre Familie über 40 Jahre im Blumenweg eine zweite Heimat fand.

Der Krieg war vorbei, die beiden Söhne auf der Welt, die Tochter wurde in Rheinfelden geboren. Als Fürsorgerin mit Staatsexamen, einer Ausbildung zur Krankenschwester und einigen Semestern Psychologie war sie geschult für den Umgang mit Menschen.

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Ehemann Horst war Zeitungsredakteur. Lore Wallenborn war bei den Kraftübertragungswerken in Rheinfelden (KWR) Haushalts- beziehungsweise Energieberaterin, Anfang der 1960er Jahre ein noch junger Beruf. Die komplizierte Technik des damals modernen Wohnkomforts, der heute selbstverständlich ist, verlangte Fachkräfte. Diese mussten den Hausfrauen beweisen, dass der Umgang mit Strom keine Hexerei, sondern eine echte Hilfe ist.

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Lore Wallenborn gab Koch-, Back und Waschkurse in der Lehrküche der KWR und beriet junge wie erfahrene Hausfrauen. 1961 gründete sie den ersten Fechtclub in Rheinfelden, begleitete die angehende Partnerschaft zu Fécamp und war Rheinfeldens erste weibliche Nikoläusin. In dieser Rolle erregte sie viel Aufsehen.

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Lore Wallenborn war aber auch eine hervorragende Köchin und großartige Lehrmeisterin, die sowohl die badische als auch internationale Küche vermitteln konnte. Sie gründete Rheinfeldens ersten Herrenkochclub. Erich Wehinger war dabei und schwärmt noch heute von Wallenborns Kochkünsten. Die Rezepte haben die Männer gerne nachgekocht. Eine Kochfreundschaft zu einem Herrenkochclub in Mulhouse hatte über Jahre Bestand. Ihren Lebensabend verbrachte Lore Wallenborn bei ihrer Tochter am Bodensee. Sie starb 2009 in Konstanz.