Das Schuljahr hat begonnen und damit die Sorgen um eine Corona-Ansteckung im Klassenraum. Rheinfelden hat Luftfilter und CO2-Ampeln für Kitas und Schulen angeschafft. PCR-Lollitests sind geplant und eine Impfung für Schüler ab 16 Jahren.

Lüften

Bereits vergangenes Jahr hatte die Verwaltung 180 CO2-Ampeln und 34 Luftreinigungsgeräte für Schulen und Kitas angeschafft, erinnerte Hauptamtsleiter Hanspeter Schuler im Gemeinderat. Da man damit gute Erfahrungen gemacht hat, hat die Verwaltung jetzt weitere 16 Luftfilter für Klassenräume gekauft und zwei für Kindergärten. Daneben wurden zehn Ampeln angeschafft. „Gerade die Ampeln sind wichtig, denn Lüften ist nach wie vor die wichtigste Maßnahme“, so Schuler. Die Filter sind für schwer zu lüftende Räume gedacht, also Räume, in denen die Fenster sich nur wenig oder gar nicht öffnen lassen. In diesem Fall fördert das Land die Geräte mit maximal 50 Prozent der Anschaffungskosten, so Schuler. Dszu müssen die Filter bestimmte technische Anforderungen aufweisen. Die bestellten Geräte weisen diese Standards laut Schuler auf. Die Förderung sei beantragt.

Lollitests

Derzeit müssen sich Schüler zweimal pro Woche testen, in den fünf Wochen vor den Herbstferien müssen nicht immunisierte Schüler dreimal zum Teststäbchen greifen. Nicht immunisierte Lehrkräfte müssen sich täglich testen, ebenso Mitarbeiter in Kitas, so Schuler. Derzeit prüft die Verwaltung, ob man diese Tests über sogenannte PCR-Lollitests im Poolverfahren anbieten kann. Dabei wird eine Speichelprobe aus dem Mundraum genommen, die Proben einer Klasse werden gemeinsam untersucht – nicht im Labor, sondern mit einem Testgerät, das das Ergebnis tagesaktuell liefert. Dies soll mit einem externen Anbieter erfolgen, die Einführung sei aufwendig, so Schuler, deshalb sei vieles noch unklar. Aber: „Das Sozialministerium möchte, dass wir damit Modellprojekt werden.“ Die Kosten werden wohl über die Förderung vom Land gedeckt.

Kitas

Anders als bei Schulen verweist das Land bei Kitas auf die Zuständigkeit der Kommunen. In Rheinfelden werden sowohl Mitarbeiter als auch Kinder bereits getestet. Seit Februar ist klar, dass das Land die Kosten für Mitarbeiter übernimmt, bei den Kosten für die Kinder soll auch eine Förderung kommen, die Höhe ist laut Schuler aber noch unklar. „Hier machen wir über den Städtetag Druck“, berichtete er. Rheinfelden habe bislang 1040 Testkits für rund 6300 Euro angeschafft.

Impfung

Darüber hinaus bietet die Stadt für weiterführende Schulen kommende Woche eine Impfaktion. „Leider hat das Kreisimpfzentrum mitgeteilt, dass das nicht vor Ort geht“, informiert Schuler. Daher werden die interessierten Schüler mit einem Bus ins Kreisimpfzentrum Lörrach gebracht.

Kritik

Man könne sich schon fragen, so Oberbürgermeister Klaus Eberhardt, „warum wir die Kinder fahren müssen und warum die Pandemie keine übergeordnete Aufgabe sein soll“. Sie hoffe, die Lollitests kommen, sagte Karin Paulsen-Zenke (SPD), allein wegen des vielen Mülls bei den Einmaltests.