Nach durchwachsenen Ergebnissen in der Vergangenheit fällt die Bilanz der diesjährigen Alkoholtestkäufe des Polizeireviers Rheinfelden in Kooperation mit dem Amt für Öffentliche Ordnung und der Villa Schöpflin ernüchternd aus, teilt die Stadtverwaltung mit. An allen sieben Teststellen, sechs Supermärkten und einer Tankstelle, sei der Jugendschutz nicht ausreichend beachtet worden. Es wurde weder nach dem Ausweis noch nach dem Alter der Käufer gefragt, schreibt die Stadt in ihrer Mitteilung. „Das Ergebnis ist sehr unbefriedigend und zeigt leider deutlich, dass wir in unseren Bemühungen zur Einhaltung des Jugendschutzgesetzes nicht nachlassen dürfen“, bilanziert der Leiter des Ordnungsamts, Dominic Rago. Im vergangenen Jahr wurde an vier der acht überprüften Verkaufsstellen der Jugendschutz nicht beachtet.

„Wir haben die Vorkommnisse zur Anzeige gebracht und entsprechende Bußgelder eingeleitet“, sagt Dominic Rago. In einem nächsten Schritt werde mit den Filialen Kontakt aufgenommen und auf die schlechte Entwicklung hingewiesen. Angesichts dieser Tatsache kündigt der Leiter des Amtes für öffentliche Ordnung auch bald weitere Kontrollen an. Alkoholtestkäufe werden seit 2016 zweimal im Jahr vorgenommen. Jugendliche Testkäufer gehen dabei in ausgewählte Geschäfte und verlangen Alkohol. Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz werden angezeigt, das Verkaufspersonal sollte sich entsprechend schulen lassen. Kurzfristig scheinen die Maßnahmen zu wirken, längerfristig offenbar noch nicht.