Schon bei der Landtagswahl im Frühjahr war der Anteil an Briefwählern verhältnismäßig hoch. Für die Bundestagswahl am Sonntag haben die Verwaltungen in Rheinfelden, Grenzach-Wyhlen und Schwörstadt erneut viele Anträge auf Briefwahl erwartet. Am Montag vor der Wahl übersteigen die Zahlen tatsächlich bereits deutlich die der Landtagswahl.

Rheinfelden

In Rheinfelden haben bis Montag 8666 Wähler Briefwahl beantragt, sagt Katja Teuchert von der Verwaltung. Davon seien rund 5220 Unterlagen wieder bei der Verwaltung eingegangen. In der großen Kreisstadt sind bei dieser Bundestagswahl rund 22.400 Menschen wahlberechtigt. Bei der Landtagswahl im März wurden 59 Prozent, 6798 Stimmen, per Brief abgegeben.

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Die Briefwahl beantragen kann man noch bis Freitag, 18 Uhr. „Versichert ein Wähler oder eine Wählerin glaubhaft, dass der beantragte Wahlschein ihm oder ihr nicht zugegangen ist, kann in diesem Falle bis zum Samstag um 12 Uhr ein neuer Wahlschein erteilt werden“, so Teuchert. Darüber hinaus gebe es auch für plötzliches Erkranken eine Ausnahme, dann könne man auch am Wahlsonntag bis 15 Uhr Briefwahl beantragen.

Wie bei der Landtagswahl gibt es in Rheinfelden diesmal 15 Urnenwahlbezirke und acht Briefwahlbezirke. Vier Wahllokale befinden sich in der Kernstadt, zwei in Herten und jeweils ein Wahllokal in den restlichen Stadt- und Ortsteilen. Der Ablauf bei der Landtagswahl sei trotz Reduzierung der Wahlbezirke reibungslos verlaufen. „Wir haben hier weder von den Wahlhelfern und -helferinnen vor Ort noch von den Wählern und Wählerinnen negative Rückmeldungen erhalten.“

Grenzach-Wyhlen

Stand Montag haben in Grenzach-Wyhlen 4183 Menschen von den rund 10.300 Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. „Das ist schon ordentlich, bis zum Wochenende werden aber noch mehr dazukommen“, sagt Bianca Scarpinato von der Verwaltung. Bei der Landtagswahl gaben 3377 Wähler ihre Stimme per Briefwahl ab, bei der Bundestagswahl 2017 waren es 2400.

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Noch bis Freitag, 18 Uhr, kann man Briefwahl beantragen – oder in besonderen Fällen, etwa wenn jemand nicht im Wählerverzeichnis steht oder Samstag erst eingebürgert wird, auch noch am Samstag bis 12 Uhr und am Sonntag bis 15 Uhr. Wie viele Wahlbriefe bereits wieder im Rathaus angekommen sind, kann Scarpinato nicht sagen: „Das sehen wir erst am Sonntag.“ Beim Verschicken der Wahlscheine sei man auf dem Laufenden: „Da hat sich nichts gestaut, weil die Stimmzettel rechtzeitig kamen.“

Die erste Schulung für die 114 Wahlhelfenden fand am Montag statt, viele von ihnen sind laut Scarpinato Mitarbeitende der Verwaltung. Es gebe aber immer auch einige freiwillige Helfer aus der Bevölkerung. Die Wahllokale im Haus der Begegnung werden ab Mittwoch gerichtet, die im Kinderhaus ab Freitag. „Am Samstag machen wir dann eine Runde und hängen die Schilder auf.“ Wie schon bei der Landtagswahl gelten in den Wahllokalen Abstand, Maskenpflicht und für die Helfer auch die 3G-Regeln. Erneut werden am Einlass Security-Mitarbeiter kontrollieren, dass nicht zu viele Menschen gleichzeitig in die Lokale gehen.

Schwörstadt

Von 1781 Wahlberechtigten haben in Schwörstadt bis Montag 656 Menschen Briefwahl beantragt. Gut die Hälfte, nämlich 346, sind laut Beate Schneider von der Verwaltung bislang zurückgekommen. Bei der Landtagswahl hatten sich 525 Wähler für die Briefwahl entschieden. Briefwahl kann auch in Schwörstadt noch bis Freitag, 18 Uhr im Rathaus beantragt werden, oder online bis Donnerstag, 12 Uhr. Im Falle einer nachgewiesenen plötzlichen Erkrankung oder bei Quarantäne kann ebenfalls bis zum Wahltag, 15 Uhr, Briefwahl beantragt werden.

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Die Gemeinde Schwörstadt hat zwei Wahlbezirke: Schwörstadt mit 1361 Wahlberechtigten und Dossenbach mit 420 Wahlberechtigten. Die Vorbereitung der Wahllokale läuft, am Freitag werden sie eingerichtet – und zwar genauso wie bei der Landtagswahl.