Das Jubiläumsjahr der Stadt Rheinfelden hat begonnen, wenn auch mit angezogener Handbremse. Aufgrund der Corona-Pandemie fehlt zu Beginn des Jahres noch der Schwung, einige Veranstaltungen, die im Januar hätten stattfinden sollen, mussten verschoben werden. Dennoch steigt bei den Verantwortlichen die Vorfreude auf ein buntes Programm mit vielfältigen Aktionen und Akteuren.

Das Rathaus ist bereits festlich geschmückt, auch die Innenstadt soll mit Fahnen und Bannern auf das Jubiläum neugierig machen.
Das Rathaus ist bereits festlich geschmückt, auch die Innenstadt soll mit Fahnen und Bannern auf das Jubiläum neugierig machen. | Bild: Verena Pichler

Gerade die Vorbereitungszeit habe bei ihm die Vorfreude geweckt, bekannte Oberbürgermeister Klaus Eberhardt beim Pressegespräch. „Es ist viel mehr zustande gekommen, als wir gedacht haben“, so der OB mit Verweis auf die finanziell schwierige Ausgangslage. Doch irgendwie passe auch das zu Rheinfelden: „Es gab in der ,epochalen‘ Entwicklung der Stadt immer Momente, in denen es vorwärtsging, aber auch mal stagniert hat.“ Mit dem Programm „findet jeder aus Rheinfelden etwas für sich“, ist Eberhardt überzeugt.

Die Glanzlichter

Für das Jubiläumsjahr steht schon der Veranstaltungskalender. Kulturamtsleiter Dario Rago wies auf einige der besonderen Glanzlichter an, die sich in den kommenden Monaten aneinanderreihen werden, sei es die Festwoche auf Schloss Beuggen im Juni, der Festakt im Bürgersaal im August oder auch herausragende Konzerte, Vorträge und Ausstellungen.

Doch nicht nur die Stadt bringt sich mit Veranstaltungen ein. Rolf Brugger und Klaus Schäuble vom eigens gegründeten Förderverein skizzierten dessen Aufgabe im Jubiläumsjahr. „In der ersten Phase ging es ums Spenden sammeln“, berichtete Brugger, der dem mittlerweile 30 Mitglieder starken Verein vorsteht. Rund 80 Spender haben mehr als 100.000 Euro beigesteuert, mit denen verschiedene Projekte mitfinanziert werden. „Wir bringen uns zum Beispiel beim Jubiläumsball ein, beim Tag des Sports und beim Langen Tisch in der Innenstadt.“ Auch wird es ein eigenes Fest für die Bewohner des Bürgerheims geben. „Das sind die Menschen, die Rheinfelden mitentwickelt haben“, so Schäuble. Der Förderverein Stadtjubiläum finanziert im Juli diese Veranstaltung, die wiederum vom Förderverein Bürgerheim organisiert wird. Als ureigenes Projekt bringt der Förderverein im Mai eine Broschüre mit dem Titel „Brückenschlag“ heraus, die die Beziehung zur Schwesterstadt in der Schweiz in den Fokus nimmt.

Seitens der Bürgerstiftung stellten Cornelia Rösner und Norbert Dietrich zum einen die verschiedenen Bürgerprojekte vor, die mit 10.000 Euro von der Sparkasse gesponsert werden. „Die großen gesellschaftlichen Aufgaben wurden in Rheinfelden immer schon von den Bürgern gemeistert“, sagte Rösner mit Blick auf die Anträge ganz unterschiedlicher Gruppen und Institutionen. Dieses Ehrenamt in der Stadt will die Bürgerstiftung wiederum belohnen. Denn die Engagierten sollen beim Konzert des Projektblasorchesters im Mai freien Eintritt erhalten. Außerdem plant die Stiftung einen 3000-Schritte-Rundgang zu den Stätten, welche die Bürgerstiftung im Lauf der Jahre geschaffen hat, wie den Bewegungsparcours im Herbert-King-Park oder die ganz frisch eröffnete Boulebahn in der Metzgergrube.