Im zweiten Corona-Sommer war das Team des Rheinfelder Freibads schon gut eingespielt. Im Vergleich zu den Vorjahren kamen trotzdem weniger Schwimmfreunde, auch im Vergleich zu 2020, was wohl am kalten und nassen Wetter lag. Insgesamt gab es aber mehr Einnahmen, erklärte Bäderleiter Daniel Klein im Hauptausschuss. Das Hallenbad soll am 2. Oktober öffnen – aber nur am Wochenende.

106 Tage hatte das Freibad dieses Jahr geöffnet, der letzte Öffnungstag war der vergangene Sonntag. Das sind 27 Tage mehr als 2020, aber 16 weniger als 2019. Die Öffnungszeiten wurden reduziert, um den öffentlichen Betrieb von Schul- und Vereinsschwimmen zu trennen. „Aber das Personal wäre auch zu knapp für zwei Schichten gewesen“, so Klein. „Da müssen wir gucken, was im nächsten Jahr sinnvoll ist.“ Immerhin sei keine Security mehr nötig gewesen. Auch der Anbieterwechsel bei der Online-Buchung habe sich bewährt, diesmal habe es keine Probleme gegeben, so Klein.

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Die Obergrenze von 1500 Besuchenden habe man nur an drei Tagen erreicht. Insgesamt verzeichnete das Freibad rund 26.800 Eintritte – 2020 waren es noch 30.800, in den Vor-Corona-Jahren zwischen 70.000 und 90.000. Im Tagesdurchschnitt kamen 253 Besucher, im vergangenen Jahr waren es noch 390.

„Wir hatten dieses Jahr deutlich schlechteres Wetter, dafür sind die Zahlen noch in Ordnung“, befand Klein. Die Vereine hätten das Freibad gut genutzt, so Klein. Allein 814 Eintritte konnte der Schwimm Sport Verein (SSV) Grenzach verbuchen, 587 die DLRG. Bei den Schulen hingegen habe es kaum Bedarf gegeben: Nur drei Schulen seien ins Freibad gekommen.

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Der Wasserverbrauch, seit 2017 kontinuierlich gesunken, blieb etwa auf dem Vorjahresniveau, während der Verbrauch von Heizung und Strom deutlich gestiegen ist. „Das lag an den kühlen Temperaturen, da mussten wir eben mehr heizen“, sagte Klein. Der Anstieg beim Strom sei durch die neuen Pumpen zu erklären, die mit Vorlauf vor der Saison eingeschaltet werden mussten.

Der Blick auf den Kartenverkauf indes sei positiv, es seien mehr Dauerkarten verkauft worden. Sechs mal wurde die neue Familienkarte erworben – „das ist schon ein Erfolg, dass sie genutzt wird“, so Klein. Trotz geringerer Besucherzahlen als im Vorjahr hat das Freibad mehr Geld eingenommen: Rund 78.500 Euro, gut 2000 Euro mehr als 2020.

Hier schlagen laut Klein vor allem die Schwimmkurse zu Buche. Diese seien erfolgreich gewesen: 279 Kinder stünden noch auf der Warteliste. Drei Kurse wurden pro Tag angeboten, Wassergewöhnung (36 Teilnehmende), Anfänger (43) und Technik (30). Dazu kamen 13 Teilnehmende bei der Aquafitness. Die Erfolgsquote lag mit knapp 95 Prozent bei der Wassergewöhnung am höchsten, die anderen hatten etwa 70 Prozent. „Das liegt daran, dass die Eltern ihre Kinder falsch einschätzen und im falschen Kurs anmelden“, so Klein.

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Die Schwimmkurse sollen im Hallenbad, das nach einigen Diskussionen nun doch am 2. Oktober öffnet, weiterlaufen. Da im Haushalt aber kein Geld da ist, wird es öffentlich nur samstags von 14 bis 18 und sonntags von 8 bis 12 Uhr öffnen. Unter der Woche können Schulen und Vereine ins Bad. „Wir müssen das wirtschaftlich darstellen“, so Klein. Das eigene Personal werde die Schwimmkurse anbieten, sodass unter der Woche keine Aufsicht zu stellen sei. Und die Öffnung am Wochenende sei auch nur möglich, weil die DLRG einmal pro Monat aushelfe.

Vergleich mit Grenzach-Wyhlen

Im Hauptausschuss zeigte man sich vor allem verwundert, dass Grenzach-Wyhlen zur Zwischenbilanz Ende August in der Zeitung mehr Besuchende im Freibad verzeichnen konnte als Rheinfelden. Das könnte daran liegen, dass in Rheinfelden die Vereine und Kurse nicht mitzählen, so Klein. Er habe schon nachgefragt, wie in der Nachbargemeinde gezählt wird.